International Automotive Workers Coordination

Bericht eines Repräsentanten der Internationalen Automobilarbeiterkoordination aus Indien zur aktuellen Lage und Entwicklung unter der Covid-19-Pandemie

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir alle wissen, dass die COVID-19-Pandemie auf der ganzen Welt verbreitet ist. Jeder Mensch steht unter dem Druck der Gesundheitsversorgung und der Bedrohung durch eine Pandemie. Wie die WHO bekannt gab, ist COVID-19 eine unkontrollierbare Pandemie, und es gibt keine Impfstoffe oder Medikamente, die zur Zeit verfügbar sind; daher ist persönliche Vorsorge und soziale Distanz mit einer Maske eine Möglichkeit, den Ausbruch dieser Pandemie zu verhindern. Als sich Covid-19 in Indien auszubreiten begann, kündigten die Zentralregierung und die Regierung der Bundesstaaten einen landesweiten Lockdown ab dem 23. März 2020 an. Dadurch wurden alle allgemeinen Bewegungen und Schritte gestoppt, so wie sie sind. Auch alle großen und kleinen Imdustrien wurden in Indien geschlossen.

DIE BETRIEBSRÄTE VON NISSAN INFORMIEREN 28-7-2020

Heute hat an den Nissan-Standorten in der Freizone den ganzen Tag über das 5. Schlichtungstreffen, einberufen vom Arbeitsministerium, per Videokonferenz stattgefunden. Am Morgen stellte die Werksleitung dar, was sie sich unter dem Plan Social de Acompañamiento (dt. in etwa Begleit-Sozialplan) vorstellt, den sie entworfen hat, um die Auswirkungen der Schließung abzumildern.

Solidaritätserklärung an die streikenden Kollegen bei Nissan Barcelona

An die Kollegen des Werkes Nissan in Barcelona/ Spanien: Das regionale Treffen des Internationalistischen Bündnisses am 25.7.2020 in Stuttgart verabschiedete einstimmig mit ca. 30 Teilnehmern folgende Resolution: "Wir erklären uns solidarisch und unterstützen euren Kampf gegen die Schließung des Werkes und für eure Arbeitsplätze. Wir haben großen Respekt für eure Zähigkeit und Ausdauer. Ihr steht mit vorne dran im Kampf der Automobilarbeiter Belegschaften weltweit. Hoch die Internationale Solidarität!"

Kurzinfo zum Streik bei Nissan Barcelona mit Video

Kurzinfo zu Streik bei Nissan 24.7.2020: Nissan versucht immer noch den Streik beizulegen. Sie sagen, sie sind bereit, die Schließung um 6 Monate zu verschieben (würde bedeuten im Mai 2021 statt Dezember 2020), aber die Arbeiter sind nicht bereit zur Arbeit zurück zu kehren, solange es keinen Plan für die Zukunft in Katalonien gibt. Das einzige was Nissan will, ist den noch ausstehenden Auftrag von Daimler auszuführen. Ein Kollege der Gewerkschaft CCOO sagt: "alle Fronten sind noch offen, und wir wissen nicht, wie die Sache endet mit dem 31. Juli mit dem Gesetz in der Hand kann die Geschäftsführung die Kündigungen durchziehen und uns bleibt nur der gerichtliche Weg....wir müssen versuchen, das Unternehmen zu zwingen, zu einer Vereinbarung zu kommen, um mehr Zeit zu haben, die Arbeitsplätze zu retten…"

Solidaritätserklärung an die Kollegen in Hambach "Smartville"

An die Kollegen des Werkes Hambach in Frankreich „Smartville“: Das regionale Treffen des Internationalistischen Bündnisses am 25.7.2020 in Stuttgart verabschiedete einstimmig mit ca. 30 Teilnehmer folgende Resolution: "Wir erklären uns solidarisch und unterstützen euren Kampf für den Erhalt des Werkes und aller seiner Arbeitsplätze. Auch wir leben in einer Region in der die Arbeitsplätze in der Automobilindustrie und der Zulieferer bedroht sind. Das internationalistische Bündnis tritt ein gegen die Spaltung der Belegschaften zwischen den Standorten und Länder und für den gemeinsamen Kampf über Ländergrenzen hinweg! Hoch die internationale Solidarität!"

Praktische Solidarität mit den SMART-Kollegen in Hambach – konzernweit kämpfen und Aufbau der internationalen Automobilarbeiterkoordination ist das Gebot der Stunde!

Für Freitag, 24.Juli 2020 hatten die fünf französischen Gewerkschaften zum Streiktag für den Erhalt des SMART-Werkes in Hambach gegen einen Verkauf aufgerufen. Die Gewerkschaften fürchten, dass mit einem Verkauf hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden und die übrigen Arbeitsplätze nach einer kurzen Übergangszeit vernichtet werden. Außerdem war die Kritik allgegenwärtig, dass die Arbeiter viele Zugeständnisse gemacht hatten* und Daimler jetzt sein Versprechen nicht hält, ein vollelektrisches Fahrzeug in Hambach zu bauen.

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