International Automotive Workers Coordination

Venezuela: Treffen der Automobil-, Autoteile- und Reifenbranche zur Stärkung der Strukturen der Arbeiterinnen und Arbeiter

Korrespondenz aus Valencia (Venezuela), August 2026 – Unter Beteiligung von 60 Arbeiterinnen und Arbeitern wurde im Bundesstaat Carabobo dieses strategische Forum ins Leben gerufen, das auf die Neuorganisation der Arbeiterklasse ausgerichtet ist. Diese Veranstaltung knüpft an die Arbeit an, die von der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Pune, Indien, vorgegeben wurde. Das Hauptziel des Treffens war es, die Strukturen der Arbeiter*innen neu zu organisieren und zu stärken sowie die internationale Koordination gemeinsamer Aktionen aufrechtzuerhalten.

Internationaler Infobrief Stellantis Nr. 34 – August 2026

Von der Konzernkoordinierung Stellantis in der IAC: Liebe Kolleginnen und Kollegen, die Konzernherren von Stellantis haben bei der Verkündung ihrer „Strategie“ im Mai viel Mühe darauf verwendet, uns Arbeiter in Sicherheit zu wiegen. Für verschiedene Werke wie Cassino, Pomigliano, Melfi, Mulhouse, Rennes, Saragossa, Vigo oder Rüsselsheim werden große Versprechungen gemacht. Aber es gibt keine Sicherheit für uns, überall wird die Arbeit weiter verdichtet und wir lassen uns auch nicht in angebliche „Gewinnerwerke“ und „Verliererwerke“ spalten.

Solidaritätsadresse an die streikenden Kollegen des BAIC-Montagewerks in Coega in Südafrika

9. August 2026: Deutsch-Südafrikanische Freundschaftsgesellschaft Marikana: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben auch in Deutschland von eurem mutigen und ausdauernden Kampf gehört. Angesichts der weltweiten Vernichtungsschlacht in der Automobilindustrie ist euer Kampf von enormer Bedeutung. Er ist ein Signal dafür, dass die Automobilarbeiter weltweit in die Offensive gegen das Vernichtungsprogramm der internationalen Monopole wie VW, Daimler und BAIC gehen.

Lernen aus dem Niedergang von Detroit – Wir stehen auf für unsere Zukunft

8. August 2026: Korrespondenz: Die Regierung und Autokonzerne reden von Kosten senken und betreiben einen Generalangriff auf die Arbeiter und Ingenieure und die Jugend. Kennzeichnend für den staatsmonopolistischen Kapitalismus sind aufgeblähte Staatshaushalte und Spekulation. Die Arroganz der Automanager mit ihrer Weltmarkt beherrschenden Stellung führte zum Glauben sie könne weiter auch bei der Umstellung auf E-Autos weiter ausgebaut werden.

Südafrika: Automobilarbeiter setzen harten Kampf fort

6. August 2026: Dokumentiert aus rf-news.de: Seit sechs Wochen streiken die rund 350 Arbeiter des BAIC-Montagewerk in der Sonderwirtschaftszone Coega. Sie kämpfen gegen die Hungerlöhne, die ihnen von einem mit dem chinesischen Staat verbundenen Automobilhersteller auferlegt werden. Nach einer Massenentlassung Mitte 2025, die als Umstellung auf neue Modelle getarnt wurde, wurden sie gezwungen, neue Verträge zu unterzeichnen. Ihre Löhne sanken dadurch auf einen Bruchteil des Branchenstandards: 48 Rand pro Stunde gegenüber 121 Rand, die anderswo für Einstiegsjobs gezahlt werden, 84 Rand gegenüber 163 Rand für Lackierer, 48 Rand gegenüber 180 Rand für Schweißer. BAIC rechtfertigt sich damit, dass der nationale Mindestlohn von 30,22 Rand eingehalten würde.

Solidaritätserklärung der FESIM-CGT Spanien gegen den Generalangriff auf die Automobilarbeiter.

29. Juli 2026: Mit dem Video über Instagram erhielten wir über die VW-Konzernkoordinierung eine Solidaritätserklärung von Koordinatoren der Gewerkschaft FESIM (Automobil und Metall) aus Spanien. Das Video wird bei Aufruf automatisch in deutsch übersetzt. Sie sprechen sich dagegen aus, Betriebe in Waffenproduktionsstätten zu verwandeln, fordern die 30 Stundenwoche und würdige Arbeitsbedingungen.

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