International Automotive Workers Coordination

Kommt zu den regionalen Herbstdemonstrationen am 10. Oktober um 12 Uhr nach Berlin, Düsseldorf, Stuttgart

Aufruf der bundesweiten Koordinierungsgruppe der Montagsdemos und des Internationalistischen Bündnis: Abwälzung der Krisenlasten auf die Bevölkerung – nicht mit uns! Seit März predigt uns die Regierung „alle gemeinsam gegen Corona“. Alle anderen Widersprüche zwischen arm und reich, die dramatische Entwicklung der Umweltkrise und die Kritik an der Regierungspolitik im Interesse der Großkonzerne und Superreichen sollen dagegen in Hintergrund treten. Doch diesen Gefallen tun wir ihr nicht. Seit 2004 protestieren wir montags und einmal im Jahr mit einer Herbstdemonstration gegen die Regierungspolitik. Das ist 2020 erst recht angesagt! Aber nicht pseudokritisch wie wir es gegenwärtig auch erleben. Echte Kritik am Kapitalismus und seinen Regierungen kann nur von links kommen.

Der Kampf hat sich gelohnt - 1:0 gegen Sitech

Pressemitteilung vom VW-Komitee Hannover für die Zukunft der Jugend und Kollegen von Sitech:   Am 30.09.2020 war der Kammertermin von uns Kollegen von Sitech gegen Sitech/VW. Das war der erste Schritt mit dem wir für unseren Kampf belohnt wurden. Die meisten der 470 Kollegen haben die Abfindung angenommen. Viele von ihnen haben die Abfindungsverträge nur unter Druck angenommen. Auch auf uns lastete der Druck, immer wieder uns gesagt, "es hat kein Sinn." Jetzt ist es offiziell, das Gericht hat festgestellt: "Es wird festgestellt, dass das Arbeitsverhältnis zwischen den Parteien durch die Kündigungen der Beklagten zu 1) vom 31.05.2020 nicht aufgelöst worden ist." Die Kündigungen sind unwirksam!

Kämpferische Gewerkschaft ist wichtiger denn je

Leserbrief von Klaus-Jürgen Hampejs (Sprecher der Internationalen Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen) an die Kreiszeitung Böblinger Bote vom 4.10.2020: Kein Tag vergeht ohne Nachrichten über das Vorhaben der Konzerne, massiv Arbeitsplätze abzubauen. Aber auch nicht ohne die Parole: Die Beschäftigten sollen bluten. Massenhaft werden Entlassungen, Schließungen, Kürzungen und wie jüngst bei MAN Verträge gekündigt. Es muss uns alle mit Sorge begleiten, wenn dadurch die Kommunalhaushalte einbrechen.

Jetzt die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - für bundesweite, konzernweite und regionale Aktionen und Streiks!

Bei Daimler, OPEL, VW, Bosch, MAN, Conti,… – die Vorstände der Autokonzerne und Zulieferer vernichten Arbeitsplätze und schließen Werke. Die Belegschaften formieren sich zum Widerstand und gehen auf die Straße. „Unser Management hat versagt, jetzt in der Krise wälzen sie alle Lasten auf uns ab, sie müssen doch ihrer Verantwortung gerecht werden“, solche Stimmen hört man bei den Kampfaktionen. Jedoch Verantwortung haben die Manager nur für das Kapital. Kämpferisch ist die Stimmung: „Wir werden nicht aufgeben, bis zum Schluss mit aller Kraft um unsere Arbeitsplätze kämpfen!“ Standortübergreifende Solidarität wird in vielen Betrieben erfolgreich entwickelt, auch wenn wenig in den Medien berichtet wird: Bei Conti, Bosch , ZF, Mahle usw. – das stärkt die Vereinigung der Arbeiter*innen. Massenproteste sind die richtige Antwort.

Einladung zum bundesweiten Delegiertentreffen am 18. Oktober 2020

Liebe Kolleginnen, Kollegen und Freunde der Automobilarbeiterbewegung! Zum bundesweiten Delegiertentreffen der Internationalen Automobilarbeiterkoordination laden wir alle Interessierten der Bewegung der Internationalen Automobilarbeiter ein: 18. Oktober 2020 von 10 bis 16 Uhr im ABZ Gelsenkirchen (Schacht III), Koststrasse 8, 45899 Gelsenkirchen

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