International Automotive Workers Coordination

General Motors Indien entlässt illegal 1.086 Beschäftigte

Dokumentiert aus IndustriAll, eigene Übersetzung: 28. Juli 2021 General Motors hat in seinem Werk Talegaon in der Nähe von Pune, Indien, am 12. Juli alle 1.086 gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten entlassen, nachdem sie das vom Unternehmen angebotene Programm zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen (VSS) nicht angenommen hatten. General Motors ist dabei, sein Werk in Pune an Great Wall Motors, ein chinesisches Unternehmen, zu verkaufen.

Wolfgang Jäckh, ein Freund und Kämpfer für die Automobilarbeiter der Welt !

Wolfgang Jäckh, Sindelfingen, sein Leben und Wirken für die Automobilarbeiterbewegung am Montag den 26.Juli 2021 nahm die Familie, Angehörige, Freunde und Weggfährten Abschied von Wolfgang nach seinem Tod am 1. Juli 2021. Bei einer bewegten und würdigen Trauerfeier, nahm die Familie und viele Weggefährten Abschied und würdigten sein Leben im Kampf um eine Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung, im Einklang mit Natur und Mensch. Die IAC würdigte in einer Präsentation sein unermüdliches Wirken für die Automobiler dieser Welt. Verpflichtung und Ansporn zugleich ! Verein der Freunde der Internationalen Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen e.V.

Offensiv Opel Bochum: Wir verteidigen unseren Tarifvertrag und die 35-Stundenwoche!

Sepp Herberger hätte gesagt: „Vor der Sondierung ist nach der Sondierung“. Tatsache ist: Seit weit mehr als zwei Jahren erzählt uns Opel, dass wir in Bochum viel zu teuer sind, um „im harten internationalen Wettbewerb“ zu beste- hen. Tatsache ist: Vor über einem Jahr wurde eine betriebliche Tarifkommission gewählt, um die „Verhandlungen“ zwischen Opel-Vorstand und IG Metall zu begleiten. Verhandlungen, die nichts anderes sind als kalte Erpressung: Wir alle sollen verzichten, nicht um irgendeine Gegenleistung zu bekommen. Sondern nur, damit wir so weiterarbeiten dürfen wie bisher. Tatsache ist aber auch: Alle Drohungen vom Outsourcing ganzer Bereiche bis hin zur Werkschlie- ßung haben Opel nichts genutzt, um uns auf die Knie zu zwingen! Seitdem ist Neovia mit den PSA-Teilen zu uns aufs Werksgelände gezogen und kam das Distrigo-Deutschland-Geschäft nach Bochum. Und noch immer haben wir den M&E-Tarifvertrag, unser Urlaubs- und Weihnachtsgeld, unsere 35-Stundenwoche!

USA: Solidaritätserklärung mit Stefan Engel

Stefan Engel, ein international anerkannter Arbeiterführer und marxistisch-leninistischer Theoretiker, steht am 3. August 2021 in seinem Heimatland Deutschland vor Gericht. Ihm wird von dem rechten Innenminister Horst Seehofer, zwei Geheimdienstchefs und einem Polizeidirektor vorgeworfen, ein "Gefährder" zu sein. Stefan sind grundlegende demokratische Rechte vorenthalten worden.

Deutsche Koordinierungsgruppe solidarisiert sich mit Stefan Engel

30. Juli: Wir protestieren entschieden gegen die „Gefährder“-Einstufung von Stefan Engel, dem langjähriger Parteivorsitzende der MLPD und heutigem Leiter des theoretischen Organs REVOLUTIONÄRER WEG. Er wurde 2018 zum „Gefährder“ erklärt - als Schirmherr des Rebellischen Musikfestival in Thüringen. Er hat sich nichts zu Schulden kommen lassen und wird behandelt wie ein „Terrorist“.

Daimler: Höchstprofite und Arbeitsplatzvernichtung

Korrespondenz aus Sindelfingen: Der Daimler Konzern erhascht sich fast täglich Schlagzeilen. Neue Offensive der Modelle, Superumsatzzahlen und die Gewinne sprudeln. Doch es ist schon auffällig, dass die Folgen für die Beschäftigten auf der Strecke bleiben und wenig Beachtung findet.

Italien: Der Tod des Gewerkschafters Adil B. geht uns alle an!

Wir waren entsetzt, schockiert und wütend, als wir vom gewaltsamen Tod von Adil Belakhdim, Gewerkschaftskoordinator der italienischen Gewerkschaft Si Cobas, erfuhren: Am 18.Juni 2021 durchbrach ein LKW Fahrer brachial die Streikposten eines Lidl-Auslieferungslagers in Biandrate (Provinz Novara, Norditalien) und tötete das Mitglied der Nationalen Koordination der kämpferischen Basisgewerkschaft Si Cobas.

Niederlande: Tarifvertrag für die metallverarbeitende Industrie

Korrespondenz von Rode Morgen Niederlande: 14. Juli 2021: Grundsatzvereinbarung zum Tarifvertrag für die metallverarbeitende Industrie Nach fünfmonatigen Streiks (meist Staffelstreiks, einmal landesweit zu Beginn dieses Monats) haben sich die Gewerkschaften und der Arbeitgeberverband FME der Metallbetriebe im Grundsatz auf einen zweijährigen Grundsatzvereinbarung geeinigt. Während dieser zwei Jahre werden die Löhne um insgesamt 5,3 % erhöht: 2,3 % am 1. Juli 2021, mit Ausgleich für die ersten sieben Monate für diejenigen, die beim Auslaufen des alten Tarifvertrags am 1. Dezember 2020 beschäftigt waren, und 3 % am 1. Februar 2022. Das ist deutlich mehr als die 2,25 % für zwei Jahre, die der Verband der Metall- und Elektroindustrie lange Zeit angeboten hat. Wobei sie die Corona-Probleme einiger Unternehmen als Vorwand nutzte, aber viel weniger als die 5 % pro Jahr, die die Gewerkschaft gefordert hat. Positiv ist, dass der Jugendlohn ab 18 Jahren ganz abgeschafft wird und dass Frauen bei gleicher Tätigkeit und Ausbildung auch den gleichen Lohn wie Männer erhalten müssen. Es wurde auch vereinbart, dass 2.400 Zeitarbeitern unbefristete Verträge angeboten werden, obwohl unklar ist, wie fest diese Verpflichtung ist. Das Problem der hohen Arbeitsbelastung vieler Kollegen wird weitgehend auf Ausschüsse verwiesen. Die Anzahl der Überstunden, zu denen man verpflichtet werden kann, wird auf zehn Stunden alle vier Wochen reduziert. Dieser Tarifvertrag, der für 160.000 Menschen gilt, umfasst große Unternehmen wie DAF, Scania, Fokker, VDL, ASML, Siemens - aber auch viele kleinere Unternehmen. Die Gewerkschaftsführung spricht sich nicht nur grundsätzlich positiv für die Vereinbarung aus, sondern geht auch von vornherein davon aus, dass die Mitglieder zustimmen werden: Sie stellt den Mitgliedern zwei Monate für die Abstimmung zur Verfügung, während die Aktionen gestoppt werden.

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