International Automotive Workers Coordination

Solidarität gegen die Kündigung von Mancha, unseres Mitglieds der Internationalen Koordinierungsgruppe und kämpferischen Gewerkschafters, durch GM Brasilien

16. November: Am Donnerstag, 10. November 2022, kündigte GM Brasilien den Gewerkschafter Luiz Carlos Prates (genannt Mancha) nach 35-jähriger Belegschaftszugehörigkeit im Werk São José dos Campos. Mancha ist als kämpferischer Arbeiter- und Gewerkschaftsführer weit über die Werksgrenzen und Brasilien hinaus bekannt. Er organisiert seit Jahrzehnten die GM-Arbeiter von São José dos Campos für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. An vorderster Front kämpfte Mancha für die erfolgreiche Abwahl des faschistischen Präsidenten Bolsonaro. Mancha steht für die internationale Arbeitersolidarität, für den gemeinsamen Kampf der Kolleginnen und Kollegen und der Gewerkschafter bei GM. Mancha organisierte Solidaritätsstreiks gegen die Schließung des Opel-Werks Bochum.

Internationaler Umweltkampftag in Paris

12. November 2022: 20 Delegationen aus 15 Ländern haben am 12.11. ein kämpferischeres Tribunal in Paris auf dem Place de la Republique durchgeführt, mit dabei Vertreter der Internationalen Automobilarbeiterkoordination. Bewusst fand dieses Tribunal am Ort des gescheiterten Klimaabkommens statt. Ein Redner sagte: "27 UN-Klimakonferenzen bedeuten 27 Konferenzen voller leerer Versprechen!" Aufgerufen haben die revolutionäre Weltorganisation ICOR und die antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront.

Bericht über die Lage im Iran Von einem aus dem Iran stammenden Kollegen, der in Südafrika auf der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz war.

Die junge Generation, die im Iran entstanden ist, bewegt sich vorwärts. Sie hat auch nicht die Absicht aufzuhören oder zurückzugehen! Die Proteste der Menschen gegen die Ermordung von Jina (Mahsa) Amini durch die Regierung und den Irshad-Patrouillen haben sich auf mehr als 200 Städte ausgeweitet und das ganze Land erfasst und dauern noch an.

Aufruf zum Umweltkampftag und zur Entwicklung europaweiter Arbeiterkämpfe

4.11.2022: Die deutsche Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (KOG) ruft auf, beteiligt euch an den Aktivitäten am 12. November, werdet initiativ. In unserem Kampfprogramm (von der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika beschlossen) haben wir den Kampftag zur Rettung der Umwelt als gemeinsamer internationaler Kampftag beschlossen. Die ICOG hat einen internationalen Aufruf beschlossen (vgl homepage). Gerade scheffeln die Autokonzerne Höchstprofite auf dem Rücken von den Beschäftigten und der Umwelt. Die Automobiler haben täglich zu kämpfen mit einer galoppierenden Inflation, Drohungen mit Werkschließungen, Arbeitsplatzvernichtung, Ausweitung von Leiharbeit und Befristung, ständigem Wechsel von Schichtabsagen und Zusatzschichten. Der von den Autokonzernen verursachte ausufernde Individualverkehr ist eine erhebliche Quellen von umweltschädlichen Stoffen. Im Kampfprogramm hat die Automobilarbeiterkonferenz beschlossen: Wir wollen uns nicht entscheiden zwischen Arbeitsplätzen und Umweltschutz – wir fordern beides!

Arbeiterkämpfe in Europa beleben sich – Der Vorschlag für einen gemeinsamen europaweiten Streiktag wird interessiert aufgegriffen

Es rollt eine Streikwelle durch Europa. Der nächste große Streik ist am 9. November in Griechenland. Nach dem erfolgreichen nationalen Streiktag am 18. Oktober in Frankreich ist der nächste für den 10. November in Vorbereitung. Am 2. Dezember findet ein Generalstreik der Basisgewerkschaften in Italien statt. Zur anschließenden Demonstration und Kundgebung in Rom am 3. Dezember sind international Gewerkschafter und Aktivisten der Internationalen Automobilarbeiterkoordination eingeladen. Eine Kollegin aus Deutschland, welche solidarisch am nationalen Streiktag in Frankreich teilgenommen hat, berichtet über sehr interessante Gespräche. Nachfolgend ihr Bericht (gekürzt):

Voller Erfolg für Christian Kowoll! - Wir gratulieren!

Aus Offensiv Bochum Nr.112 vom 2.11.2022: Arbeitsgericht Bochum bestätigt"erheblichen Arbeitsdruck" und"rechtswidrige Leistungskontrolle" im Lager ! Auch seine vierte Kündigung seit 2015 hat Christian Kowoll jetzt mit solidarischer Unterstützung durch die Kollegen erfolgreich zurückgeschlagen: Er ist ungekündigt und wird seit letzter Woche wieder beschäftigt. Das zeigt einmal mehr: Mit Offensivgeist, Rückgrat und Zusammenhalt sind wir stärker als das Mobbing, das hier von Personalabteilung und einzelnen Möchtegern-Meistern betrieben wird.

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