International Automotive Workers Coordination

Offensiv Opel Bochum: Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!

Offen drohen PSA und Opel­Vorstand in Rüssels­heim mit betriebsbedingten Kündigungen, wenn sich nicht noch Hunderte "Freiwillige" (was für ein Hohn!) für Abfindung oder Umzug melden. Ganze Werksteile sollen komplett zerschlagen werden. So sieht sie aus: die "Zukunftssicherung", die wir al­le mit dem T­ZuG teuer bezahlt haben!

VW Nutzfahrzeuge in Hannover: Halbe Stunde Bandstopp in der Montage wegen fehlendem Corona-Schutz!

Entlarvt: Bei VW gehen beim Umgang mit Corona Profite vor Gesundheitsschutz: Am Freitag, den 23. Oktober, stand bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover für etwa eine halbe Stunde eine Montagelinie still. Die dortigen Kollegen protestierten dagegen, dass VW im Falle eines an Corona erkrankten Kollegen an ihrer Linie nicht rechtzeitig informiert hatte und auch nicht die richtigen Maßnahmen zum Schutz der anderen Kollegen eingeleitet hatte.

Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart: Solidarität mit dem Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Daimler!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben erfahren, dass ihr den Kampf aufgenommen habt gegen den Plan des Konzernvorstands, Zehntausende von Arbeitsplätzen zu vernichten, das mörderische Arbeitstempo weiter zu erhöhen und Löhne zu senken. Dabei geht es einzig und allein darum, die Rendite massiv zu erhöhen und die Nase vorn zu haben im weltweiten Konkurrenzkampf der Edel-Limousinen. Mit diesem Großangriff ist die Existenz von 60.000 Familien bei Daimler in Gefahr und vieler Zulieferer, Handwerker, Händler! Mit Streikaktionen und zahlreichen Pausenversammlungen haben einzelne Belegschaften bereits eine offensive Antwort gegeben. Von Kolleg*Innen der Umweltgewerkschaft - die im Untertürkheimer Werk arbeiten - wissen wir, dass auch bei euch der Wunsch nach einem konzernweiten Streik wächst. Nur gemeinsam seid wir stark!

Entlarvt: Bei VW gehen beim Umgang mit Corona Profite vor Gesundheitsschutz

Am Freitag, den 23. Oktober 2020, stand bei VW Nutzfahrzeuge in Hannover für etwa eine halbe Stunde eine Montagelinie still. Die dortigen Kollegen protestierten dagegen, dass VW im Falle eines an Corona erkrankten Kollegen an ihrer Linie nicht rechtzeitig informiert hatte und auch nicht die richtigen Maßnahmen zum Schutz der anderen Kollegen eingeleitet hatte.

Automobilarbeiter kämpfen international gegen Massenentlassungen

Aus dem "Rode Morgen" Niederlande vom 1.11.2020: Die Automobilarbeiter stehen an der Spitze des Kampfs der internationalen Arbeiterklasse. Das war zum Beispiel entscheidend in Brasilien, wo ein unbefristeter Streik bei Renault im Juli dazu führte, dass 747 Kollegen nicht entlassen wurden. Und bei Nissan in Barcelona, wo ein Streik von fast 100 Tagen die Schließung der Fabrik verhinderte. In Deutschland kämpfen derzeit Kollegen von Daimler gegen angekündigte Massenentlassungen. Daimler (Mercedes) will Fabriken in Deutschland mit 2500 Arbeitern in Berlin und mit 4000 in Stuttgart schließen und sie lassen die Produktion mit niedrigeren Löhnen woanders durchführen.

Iran: Arbeitslosenstatus von Automobilarbeitern und Teileherstellern

Aus Alternative Workers News Iran vom 1.11.2020: Ein Drittel der Teilehersteller des Landes sind teilweise geöffnet oder geschlossen. 150.000 Arbeiter sind von der Arbeit frei gesetzt. Es gibt etwa zweitausend Zuliefererbetriebe im Land, von denen 800 schwarz und ohne Genehmigung arbeiten. Von den 1200 rechtmäßigen Teilfertigern haben fast 700 direkte Kontakte zu den Automobilherstellern. Leider sind etwa 400 dabei stillgelegt zu werden. Im Allgemeinen funktioniert zur Zeit nur die Hälfte der Teilfertigung. Es werden jedoch alle produzierten Teile problemlos im Land verkauft. Es gibt 550.000 Arbeiter, die teilweise im Handwerksbereich sind, von denen mehr als 150.000 arbeitslos und auf Eis gelegt sind. The Union of Nationwide Associations of Truck owners and drivers in Iran Die Gewerkschaft der landesweiten Verbände der Lkw-Besitzer und -Fahrer im Iran

Korrespondenz aus East London Südafrika zur Situation bei Mercedes-Benz

Liebe Genossinnen und Genossen, unsere Situation (unter der Corona-Pandemie) als solche hat sich nicht verbessert. Es gibt sogar Gespräche über eine Rückkehr zu strengeren Bedingungen wie Stufe 5, insbesondere in unserer Provinz Eastern Cape, in der wir uns befinden. ... Auch wir in Südafrika erleben ernste Angriffe auf unsere Arbeitsplätze in der Automobil- und Zulieferindustrie. Die Anzahl der Arbeitsplätze in der Automobilindustrie in der RSA (Republik Südafrika) sind 66.000 Arbeitsplätze. Es wird geschätzt, dass 19.800 Arbeitsplätze verloren gehen werden.

In der Automobilproduktion im Iran besteht das Risiko, dass die Hälfte der Beschäftigten in der Branche arbeitslos werden.

Korrespondenz von Freunden aus dem Iran: Mindestens 100.000 Arbeiter in der Zuliefererindustrie waren in den ersten sieben Monaten dieses Jahres arbeitslos. Im gleichen Zeitraum wurden 14.000 aus Fabriken entlassen, davon vor kurzem in einer Woche 3.500 von der Firma Cruz. Wenn sich der gegenwärtige Trend fortsetzt, erreicht die Produktion dieses Jahr nur die Hälfte der möglichen Kapazität. Dann werden mindestens die Hälfte der 800.000 Beschäftigten in der Automobilindustrie, etwa 400.000 Menschen arbeitslos sein. Wenn die Probleme dieser Branche nicht angegangen werden, werden viele dort nicht mehr arbeiten können. Die Automobilhersteller werden mit einem Produktionsrückgang von 80 Prozent konfrontiert sein.

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