Europa

Nissan kündigt Schließung des Montagewerks in Barcelona an – Der Kampf geht weiter und wird verstärkt!

Heute am 28. Mai 2020 hat Nissan Europachef Gianluca De Ficchy die Schließung des Pick-up Montagewerks in Barcelona im Rahmen eines Restrukturierungsplan angekündigt. 2800 Arbeitsplätze sollen von Nissan in Katalonien vernichtet werden. Weltweit zieht sich Nissan aus Europa als Kernmarkt zurück. Die Gesamtkapazitäten von Nissan werden global um 20 Prozent runter gefahren. Statt bisher 7,2 Millionen Einheiten sollen im Durchschnitt zukünftig nur noch 5,4 Millionen gebaut werden.

Unbefristeter Streik bei Nissan Barcelona geht weiter

Solidaritätserklärungen an: Javair Adalid (von der Gewerkschaft CCOO bei Nissan) javieradalid@hotmail.com, Kopie an info@iawc.info Spendenkonto der Streikenden in Spanien: Empfänger: "Caja de Resistencia de Nissan" Kontonummer: ES21 0049 1944 2623 1003 0440 Verwendungszweck: "Donaciones para los huelguistas" oder Überweisung zur Weiterleitung über die Kontonummer der deutschen Koordinierungsgruppe. Ein Korrespondent berichtete, dass es sehr große Unterstützung von den Hafenarbeitern gibt und sie eine immens hohe Summe für den Streik gespendet haben. Sie beraten sich mit den Arbeitern von Nissan, wie sie den Streik am besten unterstützen können. Zum aktuellen Stand und zur Geschichte des Streiks erhielten wir eine Korrespondenz vom 26. Mai 2020: (übersetzt mit deepL.com):

AUFRUF zur Solidarität mit den Nissan Arbeiter*innen in Barcelona

Seit dem 4. Mai streikt die komplette Belegschaft des Nissan-Werks in Barcelona unbefristet für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze und eine Zukunftsperspektive. Herzlichen Glückwunsch zu diesem mutigen Kampf im sogenannten Alarmzustand, in dem das Streik- und Demonstrationsrecht weitgehend außer Kraft gesetzt ist. Dieser Kampf ist ein Signal und eine Ermutigung für alle Arbeiter*innen, dass wir auch während der Corona-Pandemie gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Arbeiter*innen und ihre Familien kämpfen können. Diesem Kampf gehört unsere volle Solidarität

Auch in Deutschland: kämpferische Aktionen zum 1. Mai

Organisationen und Unterstützer der Internationalen Automobilarbeiterbewegung waren weltweit aktiv für einen kämpferischen 1. Mai, für Gesundheitsschutz und gegen das Abwälzen der Krisenlasten auf die Arbeiter und Massen. Auch in Deutschland gab es an mindestens 100 Orten Kundgebungen, Demonstrationen und andere Aktionen auf der Straße, organisiert von der kämpferischen Opposition gegen das reaktionäre Krisenmanagement von Konzernen und Regierungen mit der Arbeiterklasse an der Spitze.

Heraus zum 1. Mai! Offensive Grüße von Opel-Kollegen aus Bochum und Rüsselsheim

In Darmstadt fand am 1.Mai eine kämpferische und wegen der Umstände des Corona-Virus von den rund 100 Teilnehmern sehr diszipliniert durchgeführte Kundgebung statt. Durch die Absage aller Aktivitäten zum 1.Mai durch den DGB wurde die Kundgebung durch ein Bündnis verschiedener Organisationen und Einzelpersonen unter dem Motto. "Den 1.Mai lassen wir uns nicht nehmen" selbstständig durchgeführt. Auch eine Delegation von Kolleginnen und Kollegen von Opel Rüsselsheim nahmen an der Kundgebung teil, hielt einen kämpferischen Beitrag, indem sie unter anderem den aktuellen Tarifabschluss zwischen IG Metall und Metallarbeitgeberverband als Nullrunde für uns Arbeiterinnen und Arbeiter zurückweisen und trugen mit Musik zur Kundgebung bei. Es wurde bewiesen, dass trotz der Corona-Pandemie der 1.Mai auf die Straße gehört und auch durchgeführt werden kann.

Sindelfinger Aktionseinheit setzt kämpferische Kundgebung auf dem Marktplatz durch!

(Korrespondenz aus Sindelfingen) Insgesamt waren über 100 Kolleginnen und Kollegen, Gewerkschafter*innen, Internationalist*innen, Umweltkämpfer*innen... von 11 bis 12 Uhr am 1.Mai auf dem Sindelfinger Markplatz. Es gab ein Feuerwerk von über 10 Rednern, die sich in kurzen Reden von 4 Minuten gründlich mit der Situation auseinandersetzten: Es darf und wird kein "Weiter so" nach Corona geben! Die Organisiertheit muss erhöht werden und Lösungen gehen nur international - im Kampf um Löhne und Arbeitsbedingungen, für Gesundheit und Gesundheitswesen, für demokratische Rechte, für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, für Frauenrechte, für Flüchtlinge... Das kapitalistische System steht in der Kritik und es muss über Alternativen diskutiert werden. Gegen Faschismus und Rechtsentwicklung der Regierung und für eine bessere Zukunft können wir nur gemeinsam und organisiert eine starke Kraft entwickeln.

Sitech-Kollegen: Herzlichen Dank für die Solidarität!

Hannover, 23.4.2020: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir sind eine Gruppe übrig gebliebener Sitech-Stammbeschäftigte und Unterstützer vom VW-Komitee Hannover. Ihr alle habt uns in den letzten Wochen mit Briefen der Solidarität motiviert und uns gestärkt, den harten Weg zu gehen. Dafür bedanken wir uns herzlich bei Euch! Aber es geht um unsere und unserer Kinder Zukunft. Deshalb lassen wir uns nicht niederschlagen. Wir haben weder eine Abfindung aus dem Sozialplan genommen noch wollen wir in die Beschäftigungsgesellschaft wechseln, weil wir unseren Arbeitsplatz zurückhaben wollen.

SITECH-Beschäftigte verteidigen ihre Arbeitsplätze und ihre Würde! Solidarität mit dem Kampf der SITECH-Kolleg*innen in Hannover!

70 bis 80 Kolleginnen und Kollegen von SITECH versammelten sich am 17.3. vor dem Haupttor von VW-Nutzfahrzeuge in Hannover, um gegen die Verlagerung ihrer Arbeitsplätze und ihre damit verbundene vorzeitige „Freistellung“ - besser gesagt Entlassung - zu protestieren. "Wir sind Arbeiter, wir bauen seit 15 Jahren Sitze für die VW-Busse, jetzt kämpfen wir um unsere Arbeitsplätze für unsere Familien und Kinder“. Am 13. März, waren sie handstreichartig nach Hause geschickt worden - ohne jede Verabschiedung, irgendein Wort des Dankes oder dergleichen. Stattdessen wurde ihnen eine Plastikmülltüte für ihre persönlichen Gegenstände in die Hand gedrückt, und dann – nachdem sie ihre Spinde geräumt hatten - wurden sie des Werksgeländes verwiesen. Die bürgerlichen Medien boykottierten die Berichterstattung über diese unwürdigen Vorgänge komplett.

Informationen für Teilnehmer und Brigadisten der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz (IAC)

19. - 23. Februar 2020 in Johannesburg/Südafrika Infobrief Nr. 9 der deutschen Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination im Januar 2020 Wir freuen uns auf die 2. Internationale Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika. Brigadisten und Teilnehmer haben verschiedene Fragen zum Flug und zum Aufenthalt gestellt. Es war ein Fehler von uns, dazu nicht sofort zu antworten, auch wenn ein Teil der Fragen wie der Transfer erst mit unseren Freunden in Südafrika geklärt werden musste. Achtet bitte auch auf die Infobriefe der ICOG auf der Homepage www.automotiveworkers.org

Solidaritätserklärung der ICOG an die Arbeiter der Reifenfabrik von Continental in Rubí (Barcelona, Katalonien)

Die Internationale Automobilarbeiterkoordination unterstützt den Kampf der Belegschaft der Continental-Reifenfabrik in Rubí (Barcelona, Katalonien). Sie kämpft gegen den drohenden Verkauf dieses Werkes oder sogar seine Schließung.  760 Familien fordern den Verbleib ihrer Arbeitsplätze gegen einen Plan des multinationalen Konzerns, der mehr als 5000 Arbeiter weltweit betreffen könnte.

Solidaritätserklärung an die Kollegen von Sitech in Hannover und Wolfsburg aus Südafrika

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben erfahren, dass die Firma Sitech in Hannover 270 und in Wolfsburg 34 Arbeitsplätze vernichten will. Ihre Absicht ist, durch die Fremdvergabe Eurer Sitze-Produktion ihren Gewinn zu vergrößern. Das ist Bestandteil der Strategie von VW, die Folgen der Krise auf Euren Rücken abzuladen. Wir erinnern uns gut, dass vor zwei Jahren, ebenfalls unmittelbar zu Weihnachten und dem Jahreswechsel ein heftiger Kampf gegen die Entlassung von 200 Zeitarbeiter*Innen in Hannover und Wolfsburg geführt wurde.

Internationaler Informationsbrief GM-PSA Nr. 17 – November 2019

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde! Dieser Infobrief soll über wichtige aktuelle Entwicklungen informieren und in der Mobilisierung und letzten Phase der Vorbereitung der zweiten Internationalen Automobilarbeiterkonferenz vom 19. bis 23. Februar 2020 in Johannesburg, Südafrika helfen.

"Briefwechsel mit Stuttgarter Fridays-for-future"

Der Pressesprecher der Sindelfinger Automobilarbeiterkoordinierung schrieb: "Liebe junge Menschen, FFF Stuttgart.  Mein Name ist Klaus- Jürgen Hampejs geb.1952 in Stuttgart Heslach, 44 Berufsjahre bei Daimler. Aktiver IGM-ler und in der Internationalen Automobilarbeiter Koordinierung aktiv.  Ich wende mich an Euch, damit ihr wisst: Automobiler sind für Arbeitsplätze und Umweltschutz und gegen ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, welches Arbeitsplätze vernichtet und des Profits Willen und unseren Planeten auch zerstört.

Solidarität mit Mahle Kolleg*innen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, auf unserer heutigen Mitgliederversammlung haben wir über die geplanten Angriffe auf eure Arbeitsplätze diskutiert und möchten euch unsere volle Solidarität erklären!

Gedenken an Ernst Thälmann im KZ Buchenwald

Der Verein "Freunde der Internationalen Automobilkonferenz Sindelfingen e.V." verlangt in einem Offenen Brief an die Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau-Dora, das angedrohte Verbot der Gedenkveranstaltung des Internationalistischen Bündnisses am 17. August in Buchenwald umgehend zurückzunehmen

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