Europa

25 000 demonstrieren bundesweit beim Bosch-Aktionstag gegen geplante Arbeitsplatzvernichtung

23.3.2024: Korrespondenz: Am 20. März protestierten vor der Konzernzentrale von Bosch über 10 000 Kolleginnen und Kollegen gegen die Vernichtung von angekündigten 8 000 Arbeitsplätze. Bundesweit waren es nach Angaben der IG Metall 25 000. Bei Sonnenschein begrüßten wir von der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (IAC) mit einer Kundgebung die Teilnehmer/innen, die aus der Schlange von Bussen ausstiegen mit Kurzreden und Liedern. Dies traf voll auf die kämpferische Stimmung.

Kecskemét Ungarn: Warnstreik im Mercedes-Werk

Vergangene Woche organisierte die Gewerkschaft Vasa im Mercedes-Benz-Werk in Kecskemét in Ungarn einen zweistündigen Warnstreik, rund 160 Kollegen beteiligten sich. Es geht um die Lohnerhöhung bei den laufenden Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft fordert für 2024 eine Lohnerhöhung von 14 Prozent, da in den vergangenen 12 Monaten die Inflationsrate bei 13,7 Prozent lag. Für 2025 fordert die Gewerkschaft 12 Prozent mehr. Die Gewerkschaft nennt das Lohnangebot von Mercedes-Benz eine Provokation: es liegt bei 20.000 Forint (50,66 Euro) mehr im Monat, d.h. deutlich unter der Inflation. (aus rf-news.de vom 22.03.2024)

Unbefristeter Streik – das ist jetzt genau richtig! Solidaritätserklärung an die streikenden Belegschaften in Saarlouis

11. März 2024: Liebe Kolleginnen und Kollegen in Saarlouis, wir sind Ford-Kollegen aus Köln, aktive IG-Metaller und Vertrauensleute und arbeiten mit im Komitee „Arbeitersolidarität Köln“. Wir sind Teil der „Internationalen Automobilarbeiterkoordination“ (www.automotiveworkers.org, siehe Kasten unten). Wir haben mit Freude davon erfahren, dass Ihr Euch in den Zulieferbetrieben entschlossen habt, unbefristet zu streiken. Das ist ein wichtiges Signal an alle Beschäftigten bei Ford, in anderen Automobilkonzernen und auch in anderen Branchen.

Neue Arbeitsplatzvernichtungspläne bei Bosch und ZF - Automobilarbeiter zum Kampf um jeden Arbeitsplatz herausgefordert

Dokumentiert aus rf-news.de vom 24.1.2024: "Der Bosch-Vorstand sorgt gerade in der Region um Stuttgart für Unruhe unter den Leuten: Erst waren es 1500, dann 1200 und zuletzt 500 Arbeitsplätze, die besonders hier vernichtet werden sollen. Auch ZF mit Sitz in Friedrichshafen will laut dem Gesamtbetriebsrat in Deutschland in den kommenden Jahren 12.000 Arbeitsplätze vernichten.¹ Und Mercedes-Benz „prüft“ den Verkauf eigener Niederlassungen mit 8000 Beschäftigten!

Solidaritätserklärung an die Streikenden gegen Tesla in Schweden: Herzlichen Glückwunsch zu euren zähen und ermutigenden Streiks gegen Tesla zur Durchsetzung von Tarifverträgen!

22. November 2023: Liebe Kolleginnen und Kollegen, Eure Streiks weitet ihr seit vier Wochen aus. Das Erfolgsrezept ist die branchenübergreifende Zusammenarbeit von bisher neun Gewerkschaften. So habt ihr erreicht, dass nicht nur die Arbeit in den Werkstätten, die Reinigung der Büros, die Lieferung von Ersatzteilen, Briefen und Paketen, sondern auch die Verladung von Fahrzeugen von Tesla durch die Hafenarbeiter blockiert werden. Richtig so!

IG Metall Stuttgart: Delegiertenversammlung solidarisch mit den Kolleg*innen im Hamburger Hafen, in Schweden bei Tesla, in den USA bei Ford, Stellantis und GM

15.11.2023: Dokumentiert von www.stuttgart.igm.de: Die Stuttgarter Delegiertenversammlung erklärte sich am 11.11.2023 solidarisch mit den Kolleg*innen, die im Hamburger Hafen gegen die Privatisierung demonstrieren, in Schweden um einen Tarifvertrag bei Tesla und in den USA bei Ford, Stellantis und GM um bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne kämpfen.

Automobiler aus dem Mercedes Werk Sindelfingen, aktiver Gewerkschafter der IGM und in der IAC solidarisch mit dem Kampf der Hafenarbeiter in Hamburg

7.11.2023: Liebe Kolleginnen und Kollegen des Hamburger Hafen bzw. Moin Moin, wie Ihr Euch grüßt. Vor einigen Tagen war ich noch im Hamburg und habe die gigantische Hafenanlage gesehen, ebenso die Baustelle Hafencity. Und dort geschah auch das fürchterliche Unglück mit den toten Kollegen. Wir sind Automobiler aus dem Mercedes Werk Sindelfingen, aktiver Gewerkschafter der IGM und darüber hinaus in der IAC ( Internationale Automobilarbeiter Koordination ) zusammen geschlossen. Unsere solidarischen Grüße aus dem Süden ( Sindelfingen ) und uneingeschränkte Solidarität mit Eurem Kampf.

Solidaritätserklärung an die Ford-Kolleginnen und Kollegen in Saarlouis

21. Oktober 2023: An die Ford-Kolleginnen und -Kollegen in Saarlouis, an die IG Metall Vertrauenskörperleitung Ford Saarlouis, an die IG Metall Völklingen und Köln-Leverkusen: Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir senden euch solidarische Grüße aus Köln. Wir sind heute zu einer Veranstaltung zusammengekommen: „50 Jahre Ford-Streik – Was war 1973 los und welche Lehren ziehen wir für heute?“ Wir haben mit Zeitzeugen des Streiks von 1973 und aktiven IG-Metallern und Automobilarbeitern verschiedener Belegschaften… diskutiert und hier auch über die konkrete Lage bei euch informiert. Wir meinen: Jetzt ist unsere Stunde. Die Ford-Geschäftsleitung hat große Angst vor Streiks, sie trauten sich nichtmal auf eure Betriebsversammlung am 5. Oktober. Sie fürchtet wie im Juni 2022 Streiks, Demonstrationen und Blockaden. Das war und ist der richtige Weg!

Tous ensemble! - Gewerkschaftlicher Aktionstag in ganz Frankreich

13. Oktober 2023: Automobilarbeiter von PSA (Stellantis) aus Sochaux, Lehrerinnen, Busfahrer: Hunderte gingen heute allein in Montbéliard auf die Straße. Nur eine von rund 230 Demonstrationen, die heute in ganz Frankreich stattgefunden haben. Praktisch ein Generalstreik! Der wütende Protest gegen sinkende Löhne und immer weiter steigende Preise stand klar im Mittelpunk, kämpferisch und lautstark wurden höhere Löhne und Renten gefordert!

Solidaritätserklärung an die streikenden UAW-Kollegen von IGM-Vertrauensleuten bei VW Braunschweig

Liebe Kolleginnen und Kollegen der UAW, die im Streik gegen die „Big Three“ stehen, Wir beglückwünschen euch zu eurer mutigen Entscheidung, euren Streik geschlossen, gegen alle drei großen Autobauer aufzunehmen und jetzt auszuweiten. Nur so kann er erfolgreich geführt werden! Eure Forderungen sind vollauf berechtigt! Wir wünschen euch deshalb viel Kraft, Zuversicht und Solidarität!

Die VW-Kolleginnen und -Kollegen sind herausgefordert

Im VW-Werk in Zwickau soll es am 14. 9. eine außerordentliche Betriebsversammlung geben, und am folgenden Tag Bereichsversammlungen auf allen drei Schichten. Angesichts des Einbruchs der Bestellzahlen 2023/2024 ist zu erwarten, dass der Konzern die Lasten auf die Belegschaft abwälzen will.

Erfolgreiches bundesweite Delegiertentreffen der Automobilarbeiterkoordination in Braunschweig

Braunschweig, 27.6.23 Nach gründlicher Vorbereitung fand das jährliche Delegiertentreffen der kämpferischen Automobilarbeiterbewegung am 24.6. bei herrlichem Wetter in Braunschweig statt. Mit mehr als 45 Teilnehmern aus 18 Standorten der Autoindustrie von VW, Ford, Daimler, BMW und Opel führten wir eine intensive Beratung über die bisherige und künftige Arbeit durch. Die Autokonzerne weiten die Leiharbeit aus, z.B in einem Montagebereich sind 7 von 8 Kollegen Leiharbeiter und es gelang die Spaltung zu überwinden, gemeinsam für bessere Arbeitsbedingungen zu kämpfen.

Ford Valencia in Spanien: Ruf nach Solidarität gegen Repression

10.5.2023: Kollegen schreiben an die Internationale Automobilarbeiterkoordination mit der Bitte um Solidarität gegen die Repression, die sie erleiden. "Wie ihr wisst, befinden wir uns bei Ford Valencia in einer kollektiven Entlassung (ERE) für mehr als 1.100 Kollegen. Wir (Gewerkschaft STM) haben diese ERE aus mehreren Gründen nicht unterschrieben, vor allem aber, weil es keine Garantie gab, dass es nicht zu einem einzigen traumatischen Abgang kommen würde. Die Zeit gibt uns Recht, und das Unternehmen wendet mit der Komplizenschaft seiner unterwürfigen Gewerkschaft eine absolut mafiöse Taktik an, damit die Leute gezwungen werden, die Anreizkündigungen (viel billiger als die "Frühpensionierungen") anzunehmen.

Niederlande: Streikende bei VDL Nedcar zeigen Zähne

8. Mai 2023: Vielen Dank für nachfolgendes Interview mit Streikenden bei VDL Nedcar in den Niederlanden, welches wir von einem Korrespondenten des Rode Morgen aus den Niederlanden erhielten. Die Kolleginnen und Kollegen streiken aktuell für einen verbesserten Sozialplan. In Deutschland gibt es viele Erfahrungen wie mittels Streiks um Sozialpläne oder Transfergesellschaften letztlich der Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze oder gegen eine Werksschließung unterlaufen wurde. In unserer Solidaritätserklärung der ICOG an die Belegschaft und Gewerkschaft bei VDL Nedcar sprechen wir uns deshalb für den Kampf um jeden Arbeitsplatz und für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich aus. Die Internationale Automobilarbeiterkoordination wird weiter an der Seite der Belegschaft von VDL Nedcar im Kampf um ihre Arbeitsplätze stehen.

Automobilarbeiter: Heftige Diskussionen über Tarifergebnis – Kampfkraft in den Betrieben ist da

28.11.2022: Das Verhandlungsergebnis von Ludwigsburg zur Tarifrunde zwischen Gesamtmetall und IG-Metall-Spitze vom 18.11. wird unter Automobilarbeitern heftig diskutiert. Die deutsche Koordinierungsgruppe der Automobilarbeiterkoordination hat dazu einiges erfahren. Über 900 000 Kolleginnen und Kollegen bundesweit haben durch Warnstreiks ihre Bereitschaft gezeigt, für die 8% mit einer Laufzeit von 12 Monaten zu kämpfen. Zum ersten mal in ihrem Arbeitsleben beteiligten sich tausende Azubis. In vielen Betrieben hat die IG Metall völlig berechtigt Schulungen, wie die IG Metall einen Streik führt, durchgeführt. Die Stimmung nahm zu: „Endlich mal wieder richtig streiken“ angesichts der Blockadehaltung der Metall-Kapitalisten. Die 40 DAX-Konzerne meldeten für das 3. Quartal 2022 die höchsten Gewinne und wir sollten mit der Einmalzahlung abgespeist werden? - Nein! Beim Verhandlungsergebnis mussten die Metall-Kapitalisten erhebliche Zugeständnisse machen. Sie knickten förmlich ein - aus Angst vor einem richtigen Streik!

Internationaler Umweltkampftag in Paris

12. November 2022: 20 Delegationen aus 15 Ländern haben am 12.11. ein kämpferischeres Tribunal in Paris auf dem Place de la Republique durchgeführt, mit dabei Vertreter der Internationalen Automobilarbeiterkoordination. Bewusst fand dieses Tribunal am Ort des gescheiterten Klimaabkommens statt. Ein Redner sagte: "27 UN-Klimakonferenzen bedeuten 27 Konferenzen voller leerer Versprechen!" Aufgerufen haben die revolutionäre Weltorganisation ICOR und die antiimperialistische und antifaschistische Einheitsfront.

Aufruf zum Umweltkampftag und zur Entwicklung europaweiter Arbeiterkämpfe

4.11.2022: Die deutsche Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (KOG) ruft auf, beteiligt euch an den Aktivitäten am 12. November, werdet initiativ. In unserem Kampfprogramm (von der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Südafrika beschlossen) haben wir den Kampftag zur Rettung der Umwelt als gemeinsamer internationaler Kampftag beschlossen. Die ICOG hat einen internationalen Aufruf beschlossen (vgl homepage). Gerade scheffeln die Autokonzerne Höchstprofite auf dem Rücken von den Beschäftigten und der Umwelt. Die Automobiler haben täglich zu kämpfen mit einer galoppierenden Inflation, Drohungen mit Werkschließungen, Arbeitsplatzvernichtung, Ausweitung von Leiharbeit und Befristung, ständigem Wechsel von Schichtabsagen und Zusatzschichten. Der von den Autokonzernen verursachte ausufernde Individualverkehr ist eine erhebliche Quellen von umweltschädlichen Stoffen. Im Kampfprogramm hat die Automobilarbeiterkonferenz beschlossen: Wir wollen uns nicht entscheiden zwischen Arbeitsplätzen und Umweltschutz – wir fordern beides!

Arbeiterkämpfe in Europa beleben sich – Der Vorschlag für einen gemeinsamen europaweiten Streiktag wird interessiert aufgegriffen

Es rollt eine Streikwelle durch Europa. Der nächste große Streik ist am 9. November in Griechenland. Nach dem erfolgreichen nationalen Streiktag am 18. Oktober in Frankreich ist der nächste für den 10. November in Vorbereitung. Am 2. Dezember findet ein Generalstreik der Basisgewerkschaften in Italien statt. Zur anschließenden Demonstration und Kundgebung in Rom am 3. Dezember sind international Gewerkschafter und Aktivisten der Internationalen Automobilarbeiterkoordination eingeladen. Eine Kollegin aus Deutschland, welche solidarisch am nationalen Streiktag in Frankreich teilgenommen hat, berichtet über sehr interessante Gespräche. Nachfolgend ihr Bericht (gekürzt):

Breiter Protest und Solidarität gegen die Gewerkschaftsausschlüsse bei der CGT PSA Poissy in Paris

Korrespondenz: 21. Oktober 2022: Am 20. Oktober vor dem Beginn des Prozess in Paris Bobigny führte die CGT PSA Poissy in der Nähe des Gerichts ein kämpferische Protestkundgebung durch. Ca. 500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Delegationen aus ganz Frankreich waren gekommen und zeigten lautstark ihre Solidarität. In mehr als 30 Redebeiträge machten sie deutlich, dass sie Gewerkschaften als Kampforganisationen brauchen und die Gewerkschaftsausschlüsse strikt ablehnen.

Solidaritäts-Erklärung der IAC-Stellantis-Konzernsprecher zum Prozess gegen den Ausschluss CGT PSA Poissy

19. Oktober 2022: Liebe Kolleginnen und Kollegen von Stellantis Poissy, wir protestierten dagegen, dass versucht wird, den Ausschluss der früheren Gliederung der Gewerkschaftsgruppe der CGT bei PSA Poissy aus der CGT gerichtlich bestätigen zu lassen. Differenzen über unterschiedliche politische Positionen müssen in den Gewerkschaften solidarisch ausgetragen werden, statt sie mit Hilfe bürgerlicher Gerichte zu unterdrücken. Auf kritische Fragen dazu antwortete die CGT-Führung nicht.

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