GM / Opel / PSA / FCA

Internationale Automobilarbeiterkoordinierung Internationaler Informationsbrief GM-Stellantis Nr. 22 – Oktober 2021 Von der Konzernkoordinierung Stellantis/GM in der IAC

Liebe Kolleginnen und Kollegen, aus aktuellen Anlass wenden wir uns heute mit einem internationalen Sonder-Infobrief an euch: Am Donnerstag, 30. September wurde in einer Nacht-und-Nebel-Aktion von Stellantis die Schließung des Opelwerks in Eisenach/Deutschland eingeleitet. Mit der offiziellen Begründung von Halbleiter-Engpässen hat Stellantis angekündigt, ab sofort die Produktion in Eisenach bis zunächst Ende des Jahres still zu legen.

Solidaritätserklärung an die Opel-Belegschaft in Eisenach

17.10.2021 Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben gehört, dass geplant ist, das Opel-Werk in Eisenach zu schließen. Wir Bergleute sind eng mit den Opel-Kollegen verbunden, so waren im Bochumer Opel-Werk, viele ehemalige Bergleute beschäftigt und haben ihre Erfahrungen in den Kampf um jeden Arbeitsplatz mit eingebracht. Wir Bergleute stehen an eurer Seite. Ihr habt unsere ganze Solidarität und Unterstützung.

Solidaritätserklärung von Kolleginnen und Kollegen von Daimler Sindelfingen an die Kolleginnen und Kollegen bei OPEL/Stellantis Eisenach:

Liebe Kolleginnen und Kollegen bei OPEL/Stellantis Eisenach, wir haben erfahren, daß ihr wegen Halbleitermangel für 3 Monate in Kurzarbeit geschickt werdet und es den begründeten Verdacht gibt, dass OPEL das Werk so hintenrum ganz schließen will. Material und Maschinen werden bereits nach Frankreich verlagert, wo das Facelift des Grandland weiter produziert werden soll. Gibt es dort etwa keine Halbleiter Probleme?

Solidaritätserklärung für die Eisenacher Kollegen

Wir protestieren gegen die drohende Schließung des Werkes Eisenach und wie mit unseren Kolleginnen und Kollegen umgegangen wird. Damit dürfen Opel/Stellantis nicht durchkommen! Wir fordern den Vorstand auf, das Leerlaufen des Werkes zu stoppen und die wahren Pläne offen zu legen. Auch bei uns soll der Kahlschlag weitergehen – was euch passiert, kann auch bei uns jederzeit passieren. In dieser Situation müssen wir zusammenhalten – ebbe langt's! Wir schlagen unseren Vertrauensleuten in Rüsselsheim vor, außerordentliche, offene Vertrauensleute-Versammlungen direkt am Anfang der Woche durchzuführen. Dort muss die Situation beraten und Schlüsse für gemeinsame Kampfaktionen gezogen werden. Solidarische Grüße Eure Rüsselsheimer Pausenversammlung K170 (Fertig- und Endmontage), einstimmig von 9 Kolleginnen und Kollegen verabschiedet

Internationale Solidarität und konzernweiter Kampf gegen die Schließung des Opel-Werks in Eisenach/Deutschland

Kurz nach den Bundestagswahlen hat Opel eingeleitet, ab sofort für das Werk in Eisenach in Ostdeutschland die Produktion bis Jahresende zu stoppen. Begründet wird das mit dem Mangel an Halbleiter-Chips. Die Maßnahme steht aber im unmittelbaren Zusammenhang zu Krisenerscheinungen mit Absatzrückgängen und strategischen Umstrukturierungsplänen ausgehend vom Mutterkonzern Stellantis. Die Bänder werden in Eisenach komplett leer gefahren, 1300 Beschäftigte in Kurzarbeit geschickt. Im Widerspruch zu den Erklärungen von Opel an die Öffentlichkeit gibt es Hinweise darauf, dass damit eine finale Werksschließung in Eisenach ab 2022 vorbereitet wird. Mit dem Produktionsstopp des Grandland X werden Lager leer geräumt und Material in andere Werke geschickt. Der Facelift des Grandland soll jetzt im Werk in Sochaux/Frankreich produziert werden. Dort sind bereits Sonderschichten geplant. Wozu dann die Kurzarbeit in Eisenach?

Internationaler Informationsbrief General Motors / Stellantis Nr. 21 – September 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen! Unser letzter Infobrief im März bekam sehr gute internationale Resonanz, mit Rückmeldungen aus Deutschland, Italien, Australien, Marokko, Frankreich, Polen und Mexico. Zwei italienische Webseiten haben ihn veröffentlicht, in Brasilien und Mexico wurde er weiter verbreitet. In Australien wurde er zusammen mit einem Vorwort abgedruckt, in dem entlassene Automobilarbeiter berichten, wie sie ihren Erfahrungsschatz im Arbeitskampf in ihre neuen Jobs mitgenommen haben.

Offensiv Bochum lädt ein zum traditionellen Sommerfest

Liebe Freundinnen und Freunde, liebe Kolleginnen und Kollegen, am kommenden Samstag, 4. September, findet ab 16 Uhr am Vereinsheim des Kleingartenvereins Flora (Am Heerbusch 50, Bochum-Werne) wieder das traditionelle Sommerfest von OFFENSIV (Initiative für eine kämpferische gewerkschaftliche Betriebsratsarbeit bei Opel in Bochum) statt. Freut Euch auf ein tolles Fest mit Musik, Unterhaltung, Kaffee, Bier vom Fass, Grill und Salaten. Jede Kollegin und jeder Kollege sowie alle Freunde und Interessierten sind herzlich eingeladen. Das Sommerfest findet natürlich unter den geltenden Bedingungen der Corona-Schutzverordnung NRW statt. Wir freuen uns sehr auf Euch! Mit solidarischen Grüßen für die Betriebsratsliste OFFENSIV Steffen Reichelt, Oliver Wähnert, Raymund Körber

Solidarität mit unseren Kolleginnen und Kollegen im GM Werk Silao in Mexiko

2. September 2021 Liebe Kolleginnen und Kollegen im GM-Werk in Silao, Mexiko, wir möchten euch herzlich gratulieren und euch Respekt zollen für eure klare Ablehnung des arbeiterfeindlichen Abkommens zwischen Unternehmen und Gewerkschaft und den Widerstand gegen die Einschüchterungen und Drohungen! Das ist ein starkes Signal für die Arbeiter in Mexiko und in der ganzen Welt. Wir freuen uns sehr zu hören, dass ihr euch in einer unabhängigen Gewerkschaft SINTTIA organisiert habt, die aus der Arbeiterbewegung Generando Movimientos in Silao hervorgegangen ist, um für euren ersten richtigen Vertrag zu kämpfen. Wir beglückwünschen euch auch dazu, dass ihr mit der Wahl von Schwester Alejandra Morales Reynoso zur ersten weiblichen Präsidentin einer Gewerkschaft in Mexiko Geschichte geschrieben habt.

General Motors Indien entlässt illegal 1.086 Beschäftigte

Dokumentiert aus IndustriAll, eigene Übersetzung: 28. Juli 2021 General Motors hat in seinem Werk Talegaon in der Nähe von Pune, Indien, am 12. Juli alle 1.086 gewerkschaftlich organisierten Beschäftigten entlassen, nachdem sie das vom Unternehmen angebotene Programm zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen (VSS) nicht angenommen hatten. General Motors ist dabei, sein Werk in Pune an Great Wall Motors, ein chinesisches Unternehmen, zu verkaufen.

Offensiv Opel Bochum: Wir verteidigen unseren Tarifvertrag und die 35-Stundenwoche!

Sepp Herberger hätte gesagt: „Vor der Sondierung ist nach der Sondierung“. Tatsache ist: Seit weit mehr als zwei Jahren erzählt uns Opel, dass wir in Bochum viel zu teuer sind, um „im harten internationalen Wettbewerb“ zu beste- hen. Tatsache ist: Vor über einem Jahr wurde eine betriebliche Tarifkommission gewählt, um die „Verhandlungen“ zwischen Opel-Vorstand und IG Metall zu begleiten. Verhandlungen, die nichts anderes sind als kalte Erpressung: Wir alle sollen verzichten, nicht um irgendeine Gegenleistung zu bekommen. Sondern nur, damit wir so weiterarbeiten dürfen wie bisher. Tatsache ist aber auch: Alle Drohungen vom Outsourcing ganzer Bereiche bis hin zur Werkschlie- ßung haben Opel nichts genutzt, um uns auf die Knie zu zwingen! Seitdem ist Neovia mit den PSA-Teilen zu uns aufs Werksgelände gezogen und kam das Distrigo-Deutschland-Geschäft nach Bochum. Und noch immer haben wir den M&E-Tarifvertrag, unser Urlaubs- und Weihnachtsgeld, unsere 35-Stundenwoche!

Erfolgreicher Streiktag der CGT in Sochaux

22. Juni 2021 Korrespondenz: Heute fand eine Streikaktion vor dem Stellantiswerk in Sochaux / Frankreich statt. Der Aufruf der CGT zu einem landesweiten Streiktag gegen die Angriffe bei Stellantis, Renault und Zulieferbetrieben mit insgesamt vier regionalen Versammlungen in Frankreich, in Sochaux für die Region 'Grand Est', war eine gute Initiative. Die Internationale Automobilarbeiterkoordination begrüßte das sehr.

Kämpferischer Aktionstag bei Opel in Rüsselsheim

Dokumentiert aus rf-news.de vom 27.5.2021: Aktionstag: Kundgebung bei Opel – Himmel grau, Stimmung heiter! Trotz Kurzarbeit und schlechtem Wetter nahmen rund 500 Kollegen an der gestrigen Kundgebung der IG Metall gegen Stellantis direkt am Adam-Opel-Haus in Rüsselsheim teil. Von den Bereichen Fahrzeugwerk, Presswerk, Getriebewerk und Special Vehicles wurde noch kurzfristig ein Autokorso organisiert.

Unsere Solidarität muss stärker sein als Stellantis´ Erpressung!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, herzliche und solidarische Grüße aus dem Zentralen Ersatzteilelager von Opel in Bochum an den heutigen Aktionstag in Rüsselsheim! Das ist eine richte Antwort auf die immer offenere und unverschämtere Erpressung der ganzen Konzernbelegschaft durch Stellantis, PSA und Opel. Tausende Arbeitsplätze haben sie allein in den deutschen Opel-Werken vernichtet und unsere Löhne gekürzt, und nennen das dann „Zukunftssicherung“! In Bochum will uns Stellantis gegen unsere Kollegen in den französischen und italienischen Zentrallagern ausspielen, uns zum Verzicht auf Weihnachts- und Urlaubsgeld und zu Arbeitszeitverlängerung ohne Lohnausgleich erpressen. Wir reden hier nicht über einen notleidenden Betrieb: Als viertgrößter Autokonzern der Welt hat Stellantis mitten in der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise Rekordprofite aus uns herausgepresst. Um seine Aktionäre noch reicher zu machen und VW und Toyota den Krieg zu erklären, wollen sie das weiter verschärfen. Dem müssen wir Arbeiter, Angestellte und Auszubildende entschlossen entgegentreten!

Erfahrungen von ehemaligen Automobilarbeitern in Australien

Dokumentiert aus "Vanguard" CPA ML Australien: Internationale Automobilarbeiterkoordination: Kämpfe der Automobilarbeiter in aller Welt - Wir freuen uns, den Internationalen Informationsbrief der Internationalen Automobilarbeiter-Koordination (Informationabrief der GM-Stellantis Koordination) zu veröffentlichen, der die kontinuierlichen Kämpfe und Solidaritätsaktionen der Autoarbeiter auf der ganzen Welt dokumentiert. Ein ehemaliger Genosse aus der Autoindustrie hat eine kurze Einführung über den Niedergang der Autoindustrie hier in Australien gegeben.

Internationaler Informationsbrief GM-Stellantis Nr. 20 – März 2021

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Die Fusion von PSA und Fiat ist jetzt offiziell. Der neu entstandene Mega-Konzern Stellantis beinhaltet 14 Marken, über 100 Produktionswerke in mehr als 30 Ländern und über 400.000 Beschäftigte. Konzernchef Tavares erklärte, die Fusion schaffe ein „Schutzschild für Jobs“ und im Zuge der Fusion werde es keine Werkschließungen geben. Ähnliches sagte er bereits bei der Fusion von PSA mit Opel. Seitdem sind bei Opel tausende Arbeitsplätze vernichtet worden. Die Ankündigung, dass die Fusion zu einem jährlichen „Synergieeffekt“ von fünf Milliarden Dollar führen soll, lässt keine Zweifel zu, dass weitere Angriffe auf Arbeitsplätze, Löhne und Arbeitsbedingungen zu erwarten sind. In einer Erklärung von Stellantis heißt es, man sei „voll darauf fokussiert, die versprochenen Synergien voll auszuschöpfen.“

Solidaritätserklärung für die Kollegen von PSA Kenitra (Marokko)

4. Februar 2021: Liebe Kolleginnen und Kollegen, Im Namen der Sprecher für die internationale Konzernzusammenarbeit bei PSA, GM und FCA senden wir Euch brüderliche Grüße! Ihr habt den Kampf für Eure berechtigten Forderungen nach höheren Löhnen und besseren Arbeitsbedingungen aufgenommen. Der Marokkanische Staat hat Militär geschickt um den Streik zu beenden. Das zeigt, auf welcher Seite dieser Staat steht. Aber die Gründe für Euren Kampf sind immer noch vorhanden. Wir Arbeiter lernen, uns nicht einschüchtern zu lassen und unseren Kampf immer besser zu organisieren. Dazu ist internationale Zusammenarbeit und Solidarität nötig. Wir arbeiten seit vielen Jahren mit Kollegen, Belegschaften und Gewerkschaften auf der ganzen Welt zusammen, tauschen Erfahrungen aus und unterstützen uns gegenseitig. Wir laden Euch ein, Teil unserer Koordinierung zu werden! Gemeinsam werden wir stärker sein als die Bosse der Konzerne! Es lebe der gerechte Kampf der Brüder in Kenitra! Es lebe die internationale Solidarität! Für die Sprechergruppe Fritz Hofmann

Gratulation zum mutigen Streik bei PSA in Marokko

Kollegen, als Koordinatoren der internationalen Automobilkonferenz gratulieren wir Euch zu Eurem mutigen Streik! Ihr seid ein Vorbild für alle PSA-Mitarbeiter! Es ist unerträglich, dass dieser multinationale Stellantis-Konzern (PSA mit Fiat-Chrysler) solche skandalösen Gehälter zahlt. Eure Forderungen sind absolut berechtigt. Wir werden die PSA-Belegschaften auf der ganzen Welt informieren und zur Solidarität für Euren Kampf aufrufen. Viel Erfolg! im Namen der Koordinatoren Fritz Hofmann Deutschland

Streik bei PSA in Kenitra (Marokko)

Am 27. Januar sind die 2500 Beschäftigten des neuen PSA-Werkes in Kenitra (Marokko) in den Streik getreten. Sie haben der Direktion einen Forderungskatalog übergeben. Zentrale Forderung ist die Erhöhung der Löhne von bisher 240 Euro für eine 6-Tagewoche. Außerdem verlangen sie unter anderem Arbeitsanzüge und eine medizinische Betreuung im Betrieb. PSA lässt in einer Freihandelszone bei Rabat den Peugeot 208 produzieren und plant die Erhöhung der Kapazität von 90.000 auf bis zu 200.000 Fahrzeugen.

Wir trauern um Jürgen Wolf

Wir trauern um Jürgen Wolf, der am 5. Januar an Covid-19 verstorben ist. Jürgen war seit Jahrzehnten eng verbunden mit den Opelanern aus Bochum, ihrem Kampf und der internationalen Automobilarbeiterbewegung. Die Kolleginnen und Kollegen von „Offensiv“, der Initiative für eine kämpferische Betriebsratsarbeit bei Opel in Bochum, schreiben: „Uns von OFFENSIV war er von Beginn an ein unverzichtbarer Berater, Helfer und guter Freund.

Internationaler Informationsbrief GM-PSA-FCA Nr. 19 – Dezember 2020

Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde! In der Corona-Pandemie in Wechselwirkung mit der Weltwirtschafts- und Finanzkrise sowie der Umweltkrise sind wir Automobilarbeiter herausgefordert, nicht nur unsere Arbeitsplätze zu verteidigen, sondern die Arbeiteroffensive zu entfalten gegen die Rechtsentwicklung der Regierungen und die Auswüchse des ganzen Krisenchaos der kapitalistischen Systeme!

Solidaritätserklärung zum Tarifkampf bei GM Korea

17. November 2020: Liebe Kolleginnen und Kollegen von GM Korea, wir unterstützen euren gerechten Kampf für einen neuen Tarifvertrag. Eure Streiks demonstrieren die Macht der Arbeiter. Nicht ein Lohnstopp, den das GM-Management plant, sondern eine Erhöhung der Löhne, vor allem des Grundlohns, ist für die Beschäftigten und ihre Familien notwendig. Lasst euch nicht von der Unternehmensleitung erpressen, wenn diese damit droht, geplante Investitionen im Werk Bupyeong abzulehnen. Wir wünschen euch Kraft und Erfolg in eurem Kampf. Wie wir gehört haben, sind die Beschäftigten von Renault-Samsung und Kia zur gleichen Zeit wir ihr in Verhandlungen für höhere Löhne. Hier könnte ein gemeinsamer Kampf eure Kraft und die Einheit der Arbeiter stärken. Automobilarbeiter weltweit, schließt euch zusammen! In Solidarität und bitte haltet uns über euren Kampf auf dem Laufenden.

Offensiv Opel Bochum: Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!

Offen drohen PSA und Opel­Vorstand in Rüssels­heim mit betriebsbedingten Kündigungen, wenn sich nicht noch Hunderte "Freiwillige" (was für ein Hohn!) für Abfindung oder Umzug melden. Ganze Werksteile sollen komplett zerschlagen werden. So sieht sie aus: die "Zukunftssicherung", die wir al­le mit dem T­ZuG teuer bezahlt haben!

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