Daimler

Informationsbrief der Internationalen Koordinierungsgruppe

Weltweit gingen dieses Jahr wieder Millionen am 1. Mai, dem Internationalen Kampftag der Arbeiterklasse, für ihre berechtigten Forderungen auf die Straße - trotz eingeschränkter Bedingungen in der Corona-Pandemie! Der Aufruf und das Plakat der Internationalen Koordinierungsgruppe (ICOG) „Kampf für Gesundheitsschutz, Arbeitsplätze und demokratische Rechte!“ war Ergebnis unseres erfolgreichen online-Treffens der ICOG Ende März 2021. Er wurde in 5 Sprachen verbreitet.

Automobilkonzerne: Kurzarbeit und Überstunden - Gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf Beschäftigte und Allgemeinheit - 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich – Schaffung von Millionen Arbeitsplätze

Erklärung der deutschen Koordinierungsgruppe der Internationalen Automobilarbeiterkoordination: In vielen Autowerken lassen die Konzerne Kurzarbeit machen, weil Teile (Elektronik, aber auch Kunststoffe) fehlen. Uns bekannt ist dies von Daimler, VW, Audi, Ford, BMW, Stellantis (Opel-PSA). Gleichzeitig lassen sie in anderen Abteilungen Samstagsarbeit fahren oder Schichtverlängerung und Dauernachtschichten z.B. bei Daimler S-Klasse, dafür bei A-, B-, C-Klasse Kurzarbeit, um höheren Profit zu machen. Inzwischen wird das Kurzarbeitergeld aus Steuermitteln finanziert, weil die Kassen der Arbeitslosenversicherung leer sind. Wir verurteilen, dass aus Steuermitteln Konzerne subventioniert werden, sie Gewinne scheffeln (Daimler plus 50% Dividende).

An die Metaller in Berlin-Brandenburg/Sachsen

"Wer kämpft, kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren." Bertolt Brecht Liebe Kolleginnen und Kollegen, seit mittlerweile mehr als 30 Jahren arbeitet Ihr in den ostdeutschen Tarifgebieten der Metall- und Elektroindustrie drei Stunden pro Woche länger als im Westen ohne Lohnausgleich! Seit Jahrzenten wird hier Spaltung durch die Unternehmer betrieben und mit der Lüge untermauert ostdeutsche Betriebe wären unproduktiver.

An unsere Kolleginnen und Kollegen im IG-Metall Bezirk Brandenburg-Berlin-Sachsen, die im Kampf um die Angleichung der Arbeitszeit in Ost und West kämpfen

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir, die Auftaktkundgebung zum 1.Mai in Sindelfingen und Kolleginnen und Kollegen von Daimler Sindelfingen unterstützen euren berechtigten Kampf um die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich! Darüber hinaus fordern wir die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich in ganz Deutschland! Die weiteren Angriffe des Arbeitgeberverbands auf das völlig unzureichende Streikrecht lehnen wir ab und beglückwünschen euch dazu, dass ihr euch davon nicht einschüchtern lasst.

Keinen Tag länger!

Im Daimler Werk Düsseldorf berichtet der Zusammenschluss Automobilarbeiter and Friends, dass die Geschäftsleitung die Zahlen der Kolleginnen und Kollegen nicht offenlegt, die im Daimlerwerk Düsseldorf mit Corona infiziert sind....

Leserbrief: Corona: Daimler Konzern droht, handelt aber nicht - Verantwortliche im Landkreis fälschen Corona Werte

Nicht genug damit, dass Impfstoffe fehlen, das gegen die Menschen gerichtete Geschacher um die längst notwendige Zulassung der Hausärzte zum Impfen, es geht weiter. Schlagzeilen über Millionen Deals bei der Pandemie kommen fast täglich vor, doch wie es hinter den Kulissen der Fabriken aussieht, das wird totgeschwiegen. Doch jetzt wird gedroht, wie bei Daimler, und Zahlen werden verfälscht, wie im Landkreis Calw.

Es geht auch live!

Bei MahleBehr beteiligten sich etwa 800 Kolleginnen und Kollegen an der Kundgebung unter dem Motto: "Standortsicherung geht uns alle an". Mahle will tausende Arbeitsplätze vernichten, 800 davon allein in Stuttgart. Die Provokationen von Südwestmetall zur Tarifrunde gießen weiter Öl ins Feuer. Wir brauchen 4% mehr Lohn, Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich und für die Jugend ist wichtig, dass Dual Studierende tarifgebunden werden!

Internationale Solidarität - wichtiger denn je für unsere Zukunft!

30.12.2020: An Kolleginnen und Kollegen des Mercedes-Werkes in Iracemápolis und Gewerkschaften in Limeira und Campinas bzw. São Paulo Wir, Kollegen und Gewerkschafter der IG Metall, von Mercedes-Benz-Werk Stuttgart-Untertürkheim / Deutschland, erfuhren aus den Nachrichten, dass der Vorstand das brasilianische Werk in Iracemápolis schließen will.Solidaritätsschreiben an die Kolleginnen und Kollegen des Mercedes-Werkes in Iracemápolis und Gewerkschaften in Limeira und Campinas bzw. São Paulo in Brasilien

Protestaktion vor dem Daimler Werk Sindelfingen - gegen geplante Massenentlassungen, Werkschließungen und Kürzungen

3. Dezember 2020: IAC Sindelfingen - Pressemitteilung: Auf großes Interesse und breite Zustimmung stieß eine Protestaktion des " Sindelfinger Verein : Freunde der Internationalen Automobilarbeiter Konferenz e.V. vor den Werkstoren bei Daimler Sindelfingen am Donnerstag 3.Dezember 2020. Es war der bundesweite Aktionstag am 3.12.2020, bei dem die IGM und der Gesamtbetriebsrat am frühen Morgen in Stuttgart dem Aufsichtsrat 50 000 Postkarten überreichten. Darüber hinaus fanden vor Werken bundesweit Protestkundgebungen gegen die geplanten Massenentlassungen, Werkschließungen , Streichung von Azubi Plätzen und Kürzungen durch den Vorstand, statt. So auch In Stuttgart und Düsseldorf.

Solidaritätserklärung an alle Daimler-Belegschaften

2. Dezember 2020 von Pressesprecher Internationale Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen: Liebe Kolleginnen und Kollegen an allen Standorten und Kundgebungen Liebe Kolleginnen und Kollegen, am heutigen Tag finden an verschiedenen Standorten bei Daimler Kundgebungen statt. Sie richten sich gegen den Vorstand von Daimler der: Massenentlassungen / Personalabbau, Werksschließungen, Verlagerungen, Lehrstellenabbau und Lohn / Gehaltskürzungen durch zwangsweise Arbeitszeitverkürzung  , beabsichtigt durchzuführen. Bis hin zur Erpressung des Betriebsrates im Werk Untertürkeim. Kein Werk soll ausgenommen werden, keine Sparte, ob LKW oder PKW.

Daimler-Marienfelde: Protest am Werkstor gegen angekündigten Kahlschlag

Dokumentiert aus rf-news.de - 10.11.2020: Zum Schichtwechsel am gestrigen Nachmittag versammelten sich rund vierzig Daimler-Arbeiter/innen am Haupttor, um gegen die Kriegserklärung des Daimler-Vorstandes zu protestieren. Dabei erklärten sie sich solidarisch mit dem Kampf der anderen Daimler-Belegschaften und mit den Leiharbeitern.

Wir überbringen die solidarischen Grüße des kämpferischen Frauenrats von unserem ersten Treffen zur Vorbereitung des 13.Frauenpolitischen Ratschlags.

An die Kolleginnen und Kollegen aus den Betrieben Daimler Thyssen VW MAN Öffentlicher Dienst in Tarifverhandlungen. In dieser Zeit der Pandemie und der Angriffe auf eure Arbeitsplätze sind auch die Familien und gerade die Frauen in den Betrieben und zuhause herausgefordert wie noch nie zuvor. Wir Frauen des kämpferischen Frauenrats stehen an eurer Seite und erklären unsere Solidarität mit euch. Wir wünschen jedem Einzelnen von euch Mut, Ausdauer und Kraft. Wir alle müssen zusammenhalten!

Umweltgewerkschaftsgruppe Stuttgart: Solidarität mit dem Kampf um jeden Arbeits- und Ausbildungsplatz bei Daimler!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, wir haben erfahren, dass ihr den Kampf aufgenommen habt gegen den Plan des Konzernvorstands, Zehntausende von Arbeitsplätzen zu vernichten, das mörderische Arbeitstempo weiter zu erhöhen und Löhne zu senken. Dabei geht es einzig und allein darum, die Rendite massiv zu erhöhen und die Nase vorn zu haben im weltweiten Konkurrenzkampf der Edel-Limousinen. Mit diesem Großangriff ist die Existenz von 60.000 Familien bei Daimler in Gefahr und vieler Zulieferer, Handwerker, Händler! Mit Streikaktionen und zahlreichen Pausenversammlungen haben einzelne Belegschaften bereits eine offensive Antwort gegeben. Von Kolleg*Innen der Umweltgewerkschaft - die im Untertürkheimer Werk arbeiten - wissen wir, dass auch bei euch der Wunsch nach einem konzernweiten Streik wächst. Nur gemeinsam seid wir stark!

Automobilarbeiter kämpfen international gegen Massenentlassungen

Aus dem "Rode Morgen" Niederlande vom 1.11.2020: Die Automobilarbeiter stehen an der Spitze des Kampfs der internationalen Arbeiterklasse. Das war zum Beispiel entscheidend in Brasilien, wo ein unbefristeter Streik bei Renault im Juli dazu führte, dass 747 Kollegen nicht entlassen wurden. Und bei Nissan in Barcelona, wo ein Streik von fast 100 Tagen die Schließung der Fabrik verhinderte. In Deutschland kämpfen derzeit Kollegen von Daimler gegen angekündigte Massenentlassungen. Daimler (Mercedes) will Fabriken in Deutschland mit 2500 Arbeitern in Berlin und mit 4000 in Stuttgart schließen und sie lassen die Produktion mit niedrigeren Löhnen woanders durchführen.

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