Tribunal gegen Daimler, Porsche, Bosch, Audi & Co.: „Lernen aus dem Niedergang von Detroit – Wir stehen auf für unsere Zukunft"
Wir klagten an:
- Daimler, Porsche, Bosch, Audi & Co. bauen hier ab und ziehen nach China und USA in einer gegenseitigen Vernichtungsschlacht um die weltmarktbeherrschende Stellung.
- Autokonzerne bauen in Ländern mit faschistischen Regierungen aus, beteiligen sich an der Kriegsrüstung für einen Weltkrieg und greifen gewerkschaftliche Rechte und Menschrechte an.
- Die Diktatur der Monopole, die uns in den Niedergang führt. Die Autokonzerne kehren zurück zur fossilen Verbrennung, bis zur offenen Leugnung der begonnen Umweltkatstrophe. Das haben sie aus dem kriminellen Abgasbetrug gelernt.
Anders als bei Gericht durften die Prozeßteilnehmer die Anklagen mit jeweils 5 Zeugenaussagen erweitern oder konkretisieren.
Vorab gab es leckere Linsencurry und Schmalzbrote und Getränke. Lebhaft ging es in den Pausen an den Ständen von Solidarität International, Rebell, People-to-people, Umweltgewerkschaft, Internationaler Automobilarbeiterkoordination, MLPD, Offene Akademie zu.
150 begeisterte Teilnehmer haben das Urteil mit Spannung erwartet. Die Daimler, Porsche, Bosch, Audi & Co sind schuldig in allen Punkten.
Doch dann ging ein Raunen durch den Saal: Gibt es keine Strafe nach diesem Urteil?
Die Strafe müssen wir international in der organisierten Automobilarbeiterbewegung organisieren!
Alle Achtung was die Automobiler auf die Beine stellen. Ein Umweltkämpfer: „jetzt habe ich ein ganz anderes Bild von den Automobilarbeitern, die stellen sich gegen faschistische Klimaleugner.“
Wir deckten auf, wie die Treuhand von Bosch mit der Schwarz Gruppe (Lidl) und der Politk verknüpft sind und nach China Entwicklung und Produktion verlagern und hier erpresserisch abbauen. Automobiler fördern die IG Metall als Kampforganisation und heben den Blick zur internationalen Koordination der Kämpfe und organisieren den Widerstand gegen Kriegsvorbereitung und -beteiligung.
Die Forschungspolitik der Landesregierung finanziert Forschung für die Automonopole statt regenerativer Energie. DaimlerTruck gründete einen extra Geschäftbereich für Rüstungsproduktion: Daimler Special Trucks. Kriegswirtschaft ist kein Beitrag zum Kampf gegen Arbeitsplatzvernichtung. Eine Rebellin berichtete vom Schulstreik in Stuttgart mit 500 Teilnehmern und rief auf zum Kampf gegen den Krieg und für den Sozialismus.
Die kräftige Spenden führten mit zum Überschuss von 920,- Euro. Sie sind ein Auftrag an die Automobiler: Die Autoregion will leben gegen den Niedergang durch die Diktatur der Autokonzerne.
Für Bosch Chef Hartung ist die größte Gefahr „eine zu sozialistisch ausgerichtete Politik" Doch für die Jugend ist aus dem kapitalistischen Krisengewirr der Sozialismus die Perspektive. Die Automobiler der international gesellschaftlich organisierten Verbundproduktion sind offen für einen Sozialismus, in dem über die Früchte unserer Arbeit und der Natur auch gesellschafltlich bestimmt wird.
Wie geht's weiter? Regional und international wecken wir den Stolz und retten die Ehre der Automobiler, stärken das Selbstbewusstsein und die Aktivitäten gegen einen Abgesang.
IAC Regionaltreffen am 22.04.26: Auswertung Tribunal und Weiterentwicklung der Internationalen Automobilarbeiterkoordination 18:00 - 19:00 Bistro im ABZ Süd (Bruckwiesenweg 10, Stuttgart-Untertürkheim)
Am 24.03. sagen die Stellantis Arbeiter: Nein zu Werksschließungen und Entlassungen - kein Werk steht alleine!
Für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich im Konzern! Ein international Koordinierter Kampf und Streiktag. Macht Solidariätsaktionen bei Daimler, Porsche, Bosch, Audi usw
Automobiler stehen zusammen!
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