Braunschweig: Demo gegen die Wiedereinführung des Kriegsdienstes und die Bundeswehr-Werbewoche
Die Demo war gut gelaunt und laut, durchgehend wurden Rufparolen gerufen: „Hoch die internationale Solidarität“, „Die Jugend will Zukunft, die Reichen wollen Krieg!“ und „Jugend, Zukunft, Sozialismus!“ waren nur einige Parolen.
Wir hatten unser Transparent „Internationale Arbeitereinheit gegen Faschismus und Krieg“ und Fahnen von der IAC und der IG-Metall dabei.
Bei insgesamt vier Kundgebungen griffen die Redner offensiv den Kriegskurs der Bundesregierung an, den sie auf dem Rücken der einfachen Leute und der Zukunft der nächsten Generation fährt. Auch ein Gedicht wurde vorgetragen und sich mit dem Argument auseinandergesetzt, dass es darum gehen würde, die Demokratie zu verteidigen: Klar wurde gesagt, dass der Kriegsausbruch das Ende der Demokratie ist, mit Notstandsverordnungen, Arbeitszwang, Kriegsrecht, Verbot von Streiks. Auch das Rüstung Sicherheit bedeute, wurde wiederlegt: Mit der Aufrüstung wächst die Gefahr eines 3. Weltkriegs. Das zeigt u.a. der völkerrechtswidrige Krieg von den USA und Israel gegen den Iran, an dem mittlerweile 19 Staaten involviert sind. Beim 1. Weltkrieg waren 26 Länder involviert. Die Sorge um diese Entwicklung treibt die Demonstranten, aber auch viele Kolleginnen und Kollegen um.
Am Ende der Demo gab es dann noch ein offenes Mikrofon bei dem wir eine Erklärung von IG-Metall-Gewerkschafter verlasen und uns dem Protest anschlossen. Die Erklärung steht unter der Überschrift „Nein zum Umbau auf Kriegswirtschaft!“. Sie ist auf der Seite: www.gewerkschaftsforum.de zu finden. Sie ist von aktiven IG-Metallern initiiert, die damit eine breite Diskussion in der VW-Belegschaft und der IG-Metall gegen die Umstellung auf Rüstungsproduktion beginnen wollen. Die Umstellung auf Rüstungsproduktion bei VW verstößt gegen unsere IG-Metall-Satzung und sichert keinen Arbeitsplatz. Das ist sehr bedeutend, um die Industriearbeiter gegen den Kriegskurs von Monopolen und Regierung in Stellung zu bringen! Befeuert wird dies auch durch die Debatte um die Umstellung der Produktion im Standort Osnabrück, wo jetzt Teile für das israelische Luftabwehrsystem „Iron-dome“ produziert werden sollen.
Rüstungsproduktion ist nie eine Alternative für uns Arbeiterinnen und Arbeiter und unsere Familien! Stattdessen müssen wir organisiert, mit der ganzen Breite der Jugend-, Umwelt- und Frauenbewegung den Kriegstreibern in die Arme fallen – in Einheit mit dem Kampf um unsere Arbeitsplätze. Wer heute Panzer baut soll morgen drin fahren.
In Einzelgesprächen zogen wir auch die Verbindung zur weltweiten faschistischen Tendenz und dem Auftreten der modernen Faschisten in den Betreiben. Ein Broschüre „Wie moderne Faschisten die Gewerkschaften spalten wollen und wie wir das verhindern!“ wechselte den Besitzer.
IAC- Gruppe Braunschweig - Wolfsburg
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