Verabschiedete Resolutionen von den Teilnehmern der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz

24. November 2025: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschlossen während der Delegiertenversammlung, den Foren und beim gemeinsamen Abschlussplenum in der Regel einmütig verschiedene Resolutionen. Diese zeigen den inhaltlichen Gehalt und Geist der von den Teilnehmern und der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz ausgeht. Neben kämpferischen Protestresolutionen richten sie auch aus, auf die notwendige gemeinsame weitere Arbeit und inhaltliche Zielsetzungen im Rahmen der Arbeit zur Höherentwicklung der internationalen Zusammenarbeit und Koordination der Kämpfe.

Übersicht zu den verabschiedeten Resolutionen, Text siehe unten:

IAC2025_19.02.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_USA_Haende_weg_von_Venezuela.pdf

IAC2025_19.03.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_gegen_das Inkrafttreten_der_neuen_Arbeitsgesetze_in_Indien.pdf

IAC2025_19.04.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Protest_gegen_Visaverweigerungen.pdf

IAC2025_19.06.001_EN_251124_3rd_IAC_Resolution_full_support_for_the_Palestinian _people.pdf

IAC2025_19.07.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Unterstuetzung_der_Beschaeftigten_von_FUSAM_in_Caçapava_São_Paulo_Brasilien.pdf

IAC2025_19.08.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Antrag_zur_Unterstuetzung_der_Beschaeftigten_von_Avibras_Jacareí_SP_Brasilien.pdf

IAC2025_19.09.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Verurteilung_des_Massakers_in_Rio de_Janeiro.pdf

IAC2025_19.10.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Vereint_alle_Automobilarbeiter_um_den_140ten_Jahrestag_des_Maifeiertags_2026_zu_ehren.pdf

IAC2025_19.11.001_DE_251124_3te_IAC_Resolution_Solidaritaet_mit_den_verletzten_und_entlassenen_GM-Arbeitern_in_Kolumbien.pdf

 

Resolution

 

USA: Hände weg von Venezuela!“

 

Die USA führen unter dem Vorwand des Kampfs gegen Drogen eine Militäraggression gegen Venezuela. Der wahre Grund dafür ist, dass die US-Konzerne einen Zugriff haben wollen auf die Rohstoffe, v.a. das Erdöl Venezuelas. Außerdem schmälert der zunehmende Einfluss der imperialistischen Konkurrenten Russland und China in Venezuela und anderen Ländern Lateinamerikas die Profite der US-Konzerne. Sie bereiten einen neuen Kriegsherd mit dem Potential eines Weltkriegs vor. Deshalb fördern die USA reaktionäre, faschistische und antikommunistische Kräfte in Venezuela und anderen Ländern. Das zeigt das wahre Gesicht der faschistische Trump-Regierung, die sich versucht, als Dealer für Frieden zu inszenieren.

Die US-Regierung hat ihre Rechnung aber ohne die Arbeiterklasse und die Völker in Lateinamerika gemacht. Das zeigen die antiimperialistischen Massenproteste in Venezuela, mit denen wir Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Ford-Konzenforums der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz uns solidarisieren. Euer Kampf ist ein Teil der weltweiten gemeinsamen antiimperialistischen und antifaschistischen Einheitsfront. Übernehmen wir als Arbeiterinnen und Arbeiter dafür die volle Verantwortung und bilden wir die Avantgarde.

Wir fordern: Hände weg von Venezuela!

Abzug aller Kriegsschiffe vor der Küste Venezuelas!

Stoppt die Aggression gegen Venezuela!

 

Kämpferische und solidarische Grüße aus Indien von der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz

 

(verabschiedet von den Teilnehmern des Ford-Konzernforums und einstimmig vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025

 

 

 

Resolution

 

Protest gegen das Inkrafttreten der neuen Arbeitsgesetze in Indien

 

Wir, die Teilnehmer der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz protestieren entschieden gegen das Inkrafttreten der neuen Arbeitsgesetze in Indien. Das ist ein Angriff auf die gesamte Arbeiterklasse Indiens, die in den Medien auch noch als Fortschritt dargestellt wird.

Tatsächlich werden dadurch Streiks der Arbeiter eingeschränkt, weil sie angemeldet werden müssen. Die gewerkschaftliche Organisation wird erschwert und die Nachtarbeit auch auf Frauen ausgeweitet. Und das genau zu dem Zeitpunkt, an dem sich Arbeiterinnen und Arbeiter aus mindestens 11 Ländern in Pune in Indien treffen und ihre internationale Solidarität und Zusammenarbeit höher entwickeln.

Genau richtig ist die Antwort der Gewerkschaften mit einem nationalen Kampftag am 26. November 2025. Diese Gesetzgebung muss von der indischen Regierung zurück genommen werden! Wir haben hier die Losung „Kein Kampf darf mehr alleine stehen!“ bekräftigt und werden den Kampf der Arbeiterklasse in Indien gegen diesen Abbau ihrer demokratischen Rechte in der Welt bekannt machen!

 

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

 

Resolution

 

Protest gegen die bürokratischen Behinderungen und Verweigerung von Konferenz-Visa zur 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz

 

Wir, die Delegiertenversammlung und das Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz in Pune in Indien, protestieren gegen die bürokratischen Behinderungen und Ablehnung mehrerer Visa für die Konferenz. Die Teilnahme war für alle mit hohen bürokratischen Hürden verbunden. Viele Konferenzteilnehmer mussten mehrfach das Visum beantragen, doppelt bezahlen, wurden bei der Einreise besonders befragt oder konnten gar nicht aus ihren Ländern ausreisen, wie aus der Türkei. Die Delegation aus der Demokratischen Republik Kongo konnte durch diese Behinderungen erst am Samstag 22. November 2025 anreisen.

Die Verweigerung der Visa von Gabriele Fechtner, der Parteivorsitzenden der Marxistisch-Leni-nistischen Partei Deutschlands (MLPD) und die bürokratische Behinderung bei Hatem Laoumi, ICOR-Vertreter aus Tunesien durch das indische Innenministerium, war ganz offensichtlich anti-kommunistisch motiviert! Gabriele und Hatem sind beide eng verbunden mit den Arbeitern und stehen für die Einheit der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung mit der revolutionären Bewegung.

Doch das wird uns Arbeiterinnen und Arbeiter nicht aufhalten, für unsere Interessen zu kämpfen. Dazu haben wir Delegierte uns beraten und Beschlüsse gefasst. Die Konferenz war ein weiterer Zusammenschluss und eine Verbrüderung. Wir sind mit allen Kolleginnen und Kollegen solidarisch, die durch diese Behinderung der indischen und weiterer Regierungen nicht an unserer Konferenz teilnehmen konnten.

 

Herzliche kämpferische Grüße

 

(einstimmig verabschiedet von der Delegiertenversammlung und dem Abschlussplenum der 3.Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

 

Resolution

 

Nieder mit dem Völkermord, den der Staat Israel verübt!

 

Volle Unterstützung für das palästinensische Volk!

 

Die Teilnehmer der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz vom 20. bis 24. November 2025 in Pune in Indien sind sich einig: Wir verurteilen die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die vom zionistischen Staat begangen werden.

Der Waffenstillstand ist ein Erfolg der weltweiten Solidaritätsbewegung und des Widerstands des palästinensischen Volkes. Zugleich ist dieser Waffenstillstand brüchig und Israel greift aktuell den Libanon an. Deshalb müssen wir unsere Solidaritätsbewegung weiterführen und ausweiten und alle Arbeiterorganisationen weltweit sich dieser imperialistisch Politik Israels und seiner Verbündeten, wie die Regierungen der USA und Deutschland widersetzen.

Aktivisten, wie die der Flotilla zeigen Wege auf, wie wir praktische Solidarität organisieren können. Weiten wir solche Aktivitäten der internationalen Solidarität aus.

 

(einstimmig verabschiedet von der Delegiertenversammlung und dem Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

Resolution

 

Unterstützung der Beschäftigten von FUSAM in Caçapava, São Paulo, Brasilien


Die Beschäftigten befinden sich seit 20 Tagen im Streik. Der Bürgermeister der Stadt, die das Krankenhaus verwaltet, hat die Kantine für die Mitarbeiter geschlossen und ihnen damit die Verpflegung verweigert. Die Antwort der Arbeiterinnen und Arbeiter war ein Streik zur Verteidigung ihrer Rechte.

Wir unterstützen diesen Kampf und fordern vom Bürgermeister, den Forderungen der Beschäftigten nachzukommen.

 

Pune, Indien, 24. November 2025

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)


Resolution

 

Antrag zur Unterstützung der Beschäftigten von Avibras Jacareí SP Brasilien


Die Beschäftigten der Automobilindustrie, die sich zu ihrer dritten Konferenz versammelt haben, bekunden ihre Unterstützung und Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von Avibras, die seit drei Jahren streiken und keine Löhne erhalten haben.

Wir fordern von der Regierung unter Präsident Lula, dass sie den Betrieb der Fabrik und die damit verbundene Zahlung der Löhne sicherstellt. Die Beschäftigten fordern die Verstaatlichung des Unternehmens unter der Kontrolle der Arbeitnehmer. Ihre Forderungen sind gerecht, und wir unterstützen ihre Anliegen.

 

Pune, Indien, 24. November 2025

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)


Resolution

 

Verurteilung des Massakers in Rio de Janeiro


Die Beschäftigten der Automobilindustrie, die zu ihrer dritten Konferenz zusammengekommen sind, verurteilen das Massaker, das kürzlich in der Stadt Rio de Janeiro, Brasilien, stattfand und bei dem 121 Menschen ums Leben kamen. Im Namen der Bekämpfung der organisierten Kriminalität begeht der Staat das größte Massaker, das jemals in diesem Land stattgefunden hat. Die Leidtragenden sind die ärmsten Bevölkerungsschichten, die der Gewalt ausgeliefert sind. Die Sicherheitspolitik des Staates basiert auf der Auslöschung junger Menschen und Schwarzer in den Vororten. Wir bringen unsere Ablehnung gegenüber Gouverneur Cláudio Castro zum Ausdruck, der die größte Verantwortung für dieses Massaker trägt, und fordern eine exemplarische Bestrafung.


Pune, Indien, 24. November 2025

 

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

 

 

Resolution

 

Vereint alle Automobilarbeiter, um den 140. Jahrestag des Maifeiertags 2026 zu ehren!

 

In Anbetracht dessen, dass die Automobilarbeiter weltweit mit derselben Ausbeutung am Arbeitsplatz und Unterdrückung demokratischer Rechte durch kapitalistische Arbeitgeber konfrontiert sind, die mit dem Aufstieg des Faschismus in verschiedenen Ländern der Welt einhergeht,

in Anbetracht dessen, dass die Automobilarbeiter unabhängig voneinander verschiedene Widerstandsaktionen durchführen, darunter Streiks, Bummelstreiks und sogar Besetzungen,

in Anbetracht dessen, dass die Internationale Automobilarbeiterkoordination das Ziel hat, diese Kämpfe zu koordinieren und zu vereinen und damit die Stärke der internationalen Automobilarbeiterbewegung aufzubauen.

Dementsprechend wird beschlossen:

Die Internationale Automobilarbeiterkoordination ruft die Automobilarbeiter weltweit dazu auf, kämpferische Feierlichkeiten zum 1. Mai zu initiieren oder sich diesen anzuschließen, anlässlich des 140. Jahrestags dieses Feiertags, der die kämpferischen Traditionen der US-amerikanischen Arbeiterklasse ehrt, und damit der Welt zu zeigen, dass wir bereit sind, unsere Interessen als Teil einer wachsenden internationalen Arbeiterbewegung zu verteidigen.

 

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

 

Resolution

 

Solidarität mit den verletzten und entlassenen GM-Arbeitern Kolumbiens (ASOTRECOL) – bis zum Erreichen des Ziels!

 

In Anbetracht dessen, dass die Mitglieder von ASOTRECOL mit einer Mahnwache und Camp vor der US-Botschaft heldenhaft für eine gerechte Lösung von dem Unternehmen gekämpft haben, das ihnen ihre Lebensgrundlage genommen und sie auf die Straße gesetzt hat,

in Anbetracht dessen, dass ihr Kampf von einem Netzwerk von Arbeitern und Organisationen der sozialen Gerechtigkeit in den USA und weltweit unterstützt wurde, die materielle Hilfe leisteten und ihre Kämpfe öffentlich sichtbar machten,

in Anbetracht dessen, dass die Internationale Automobilarbeiterkoordination zu den ersten kämpferischen Unterstützern von ASOTRECOL gehörte, internationale Solidaritätserklärungen veröffentlichte und deren Präsidenten Jorge Parra zu zwei Konferenzen einlud,

in Anbetracht dessen, dass die neue Führung der United Auto Workers (UAW) die Forderungen von ASOTRECOL aufgegriffen und sie der GM-CEO Mary Barra vorgelegt hat, woraufhin eine internationale Delegation die Mahnwache und Protestcamp besuchte und damit konkret ihre Solidarität und Entschlossenheit zum Ausdruck brachte,

 

Daher wird beschlossen, dass

die Internationale Automobilarbeiterkoordination ihre Bemühungen zur Unterstützung von ASOTRECOL verdoppeln wird, indem sie öffentlich die Solidarität erklärt und als Teil einer Einheitsfront materielle Hilfe leistet, bis eine gerechte Lösung erreicht ist.

 

(einstimmig verabschiedet vom Abschlussplenum der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz am 24. November 2025)

 

 

 

 

 

 

 

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