Solidaritätsbesuch bei den Streikenden von Exide Industries in Pune

25.11.25, Pune: Eine Delegation aus ca 20 Teilnehmern der 3. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz besuchte Streikende des größten indische Batterieherstellers Exide Industries Ltd in Pune. Sie haben gegenüber dem Werkstor eine Bühne mit Zelt, wo wir sie zusammen mit dem Sekretär der Gewerkschaft SEM besuchten.

Sie streiken seit 93 Tagen gegen die Pläne von Exide zur Verlagerung der Produktion. Der Konzern will damit die 270 festeingestellten und kämpferischen Arbeiter gegen deutlich schlechter bezahlte und vor allem Leiharbeiter ersetzen. So arbeiten derzeit bereits 1200 Kontraktarbeiter, die zum Teil von weither rekrutiert werden. Diese Auseinandersetzung geht bereits seit dreiundhalb Jahre und ist der zweite Streik.

Die Streikenden freuten sich natürlich riesig über unseren Besuch und die Solidaritätsgrüße, die wir ihnen übermittelten. Sie baten uns, ihren Kampf noch breiter bekannt zu machen.

An der Zeltwand hing ein mit Blumen geschmücktes Bild eines Kollegen, den Situation und der Briefes der Personalabteilung an ihn so belastet hat, dass er an einem Herzinfarkt gestorben ist!

Die Streikenden berichteten auch, dass sie vor Gericht bereits einige Erfolge erzielt haben. So müssen sie von Exide weiter beschäftigt und damit auch bezahlt werden. Doch das Management interessiert dieses Urteil nicht.

Wir sammelten spontan Geld für die Kollegen, schenkten ihnen unser IAC-Fahne und versprachen, ihren Kampf in den jeweiligen Betrieben und gewerkschaftlichen Versammlungen bekannt zu machen. Gemeinsam riefen wir indische Kampfparolen und: Long live international solidarity!

Viele umarmten sich gegenseitig und alle hat diese Solidaritätsaktion sehr berührt. Denn sie stärkte uns in der Zuversicht, dass vereint wir Arbeiter zu einer den Konzernen überlegenen Kraft werden können.

Am Schluss wurden wir auch noch von der Frau des benachbarten Kioskbesitzers mit Schokolade versorgt, was zeigt, dass der Kampf der Arbeiter auf Sympathie unter der Bevölkerung stößt

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