Solidaritätserklärung der IAC Sindelfingen an unsere IG-Metall Kolleg*innen in Berlin-Brandenburg-Sachsen

Wir erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen und fordern die schon längst fällige Angleichung von Löhnen / Gehältern und Arbeitszeit. Wir sind Metaller, wir sind IG Metall - wir sind solidarisch.

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(download Pressemitteilung IGM Berlin am 16.4. - ERFOLG am späten Nachmittag!!!)

An unsere IG Metall Kolleginnen und Kollegen Berlin-Brandenburg-Sachsen

Nach einem Antrag des sächsischen Metallarbeitgeberverbandes VSME hat das Arbeitsgericht Leipzig eine einstweilige Verfügung erlassen, dass die 24-Stunden-Warnstreiks der IG Metall mit der Forderung nach dem sogenannten „Angleichungsgeld“ wegen der längeren Arbeitszeiten in Ostdeutschland verboten sind!

Wir Metaller sind nicht Verursacher der kapitalistischen Krisen, wir sind nicht die Profiteure. Sehen wir die Dax Konzernbilanzen an, dann sehen wir die Gewinner. Und ausgerechnet Die wollen uns das Handeln vorschreiben. Wir wollen in dieser gefährlichen Zeit der Covid Pandemie umfassenden Gesundheitsschutz in den Betrieben! Wer lehnt es ab? Die Arbeitgeberverbände!

Auch hier zeigt sich das kapitalistische Gesundheitssystem. Arbeiten um jeden Preis ja, maximaler Gesundheitsschutz nein.

Zu Recht wurde auf dem letzten Gewerkschaftstag unserer IG Metall in Nürnberg, die längst fällige Forderung nach einem gesetzlichen Streikrecht diskutiert. Wir haben es nämlich nicht. Sollen wir deshalb auf unser gewerkschaftliches Handeln verzichten, während die Konzernvorstände machen wollen, was ihnen so passt?

NEIN sagen wir dazu!

Wir aktive und ehemalige Daimler - Beschäftigte, IGM - Mitglieder und Mandatsträger und auch weltweit zusammengeschlossen in der INTERNATIONALEN AUTOMOBILARBEITER KOORDINATION - IAC -, protestieren gegen das Streikverbot unserer Kolleginnen und Kollegen im Osten Deutschlands.

Viele von uns Daimler Kollegen waren aktiv bei den Streiks für die 35 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich dabei. Immer wieder gibt und gab es Drohungen von Gesamtmetall, Streiks zu verbieten. Wir in Sindelfingen haben damals das Heft des Handels in die Hand genommen und sind selbstständig in die Auseinandersetzung getreten. So auch beim Kampf gegen die Verlagerung der C-Klasse.

Wir erklären uns uneingeschränkt solidarisch mit unseren Kolleginnen und Kollegen und fordern die schon längst fällige Angleichung von Löhnen / Gehältern und Arbeitszeit. Wir sind Metaller, wir sind IG Metall - wir sind solidarisch.

Bei der aktuellen Tarifrunde haben wir, fasst 1 Million Kolleginnen und Kollegen, mit Gesundheitsschutz bewiesen, wir können kämpfen. Menschenketten und betriebliche Aktionen.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, handelt und kämpft für Eure und unsere gerechten Forderungen. Wir sind an Eurer Seite.

Klaus-Jürgen Hampejs, Pressesprecher Internationale Automobilarbeiterkoordination Sindelfingen

International Automotive Workers Coordination — Deutsch

 

 

 

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