Erfolgreicher Warnstreik bei Opel – noch eine Schippe drauf legen

Am 25. März fand bei Opel in Rüsselsheim ein Warnstreik in Form einer „Früher-Schluss-Aktion“ statt. Früher nach Hause gehen und aufhören zu arbeiten! Die Werkshallen waren leer, die Beteiligung der Kolleginnen und Kollegen war sehr groß. Alle Tore waren kämpferisch besetzt, die Stimmung war gut.
Dass dieser Warnstreik überhaupt noch zustande kam, war auch Ergebnis der entwickelten Kritik innerhalb der Belegschaft in den letzten Wochen: Warum wurden nicht schon früher - mit Ende der Friedenspflicht am 1. März - Warnstreiks und Kampfaktionen bei Opel  in Rüsselsheim gemacht?
Die bisher ergebnislose Tarifverhandlung braucht schlagkräftige Antworten aus den Betrieben. Deswegen war die große Beteiligung und die kämpferische Stimmung in Rüsselsheim ein Erfolg! Die Kolleginnen und Kollegen wollen sich die erneute Nullrunde der Arbeitergeber nicht gefallen lassen. Denn die Forderungen berühren auch unmittelbar die Situation bei Opel: Hände weg vom Kündigungsschutz und von der Opel-Rente! Der geltende Tarifvertrag mit Kündigungsschutz darf nicht infrage gestellt werden.
Der Angriff auf die Opel-Rente muss konsequent zurückgewiesen werden. Die Jugend braucht Zukunft und Personalabbau schafft keine Zukunft! Für die unbefristete Übernahme aller Azubis nach ihrer Ausbildung! Trotz Krise erwirtschaftete Stellantis (so heißt das Monopol zu dem Opel nach der Fusion von PSA und Fiat gehört) fette Gewinne! Die Forderung der Arbeiterinnen und Arbeiter nach mehr Lohn und keinem weiteren Verzicht muss durchgesetzt werden.

Die Diskussion über weitere nötige Kampfschritte geht weiter – da muss noch eine Schippe drauf gelegt werden. Beim Opelwerk in Kaiserslautern fand diese Woche bereits der zweite Warnstreik mit Kundgebung statt. Auch unter Gesundheitsschutzmaßnahmen kann und muss gekämpft werden.

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