Offensiv Opel Bochum: Unsere Zukunft ist nicht verhandelbar!

Offen drohen PSA und Opel­Vorstand in Rüssels­heim mit betriebsbedingten Kündigungen, wenn sich nicht noch Hunderte "Freiwillige" (was für ein Hohn!) für Abfindung oder Umzug melden. Ganze Werksteile sollen komplett zerschlagen werden. So sieht sie aus: die "Zukunftssicherung", die wir al­le mit dem T­ZuG teuer bezahlt haben!

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Download Offensiv Bochum Nr. 101 (4-seitig) vom 4. November 2020

 

Ganz ähnlich Eisenach: PSA droht mit dauerhafter Verlagerung vom Grandland Hybrid nach Frankreich, wenn sich nicht genug Rüsselsheimer für die zweite Schicht finden. Die Drohung kommt von den gleichen Managern, die jahrelang Arbeitsplatzvernichtung betrieben haben! Statt Neueinstellungen sollen Kolle­gen zu einem Leben als Wanderarbeiter gezwungen werden.

Und wir in Bochum? Personalmangel und Druck, Reklamationen auf Rekordniveau. Das Hoffen vieler Kollegen auf Altersteilzeit wird Opel missbrau­chen, um Jung und Alt zu spalten nach dem Motto: ATZ nur mit Zustimmung zu Verzicht. Das darf nicht passieren!

Viele fragen: „Hatten wir nicht Rekordgewinne? Sind Kündigungen im Tarifvertrag nicht ausge­schlossen? Was ist hier los?“ Während Wirt­schaftskrise und Corona­Pandemie sich gegenseitig verstärken, gehen Konzerne wie PSA/Opel zu einer härteren Gangart über, kündigen Werkschließungen und Entlassungen an, fordern Einschnitte bei un­seren Werksrenten. Hatte man uns nicht erzählt, mit dem „Zukunftstarifvertrag“ wäre Ruhe bis 2023, wenn wir "nur noch einmal" verzichten? Heute ist offensichtlich: dieser Weg war grundfalsch!

Was sollen wir mit einem Vertrag, der nur Lohnver­zicht bringt, aber in der Krise keinen Schutz? In Bo­chum verweigert Opel momentan Verhandlungen über eine Zukunft des Lagers. Aber Verhandlungen, die für uns Arbeitszeitverlängerung ohne Lohn­ausgleich vorsehen (also nichts anderes als Lohn­verzicht!), brauchen wir nicht! Als ob Opel mit dem Extra­Profit unsere Arbeitsplätze sichern würde.

Jetzt sollen Ende November konzernweite Aktions­tage stattfinden, bei uns als zusätzliche Betriebsver­sammlung. Nutzen wir das, um selbst anzugreifen und offensive Forderungen aufzustellen:
Kein weiterer Verzicht!
Statt Kündigungen und Zwangsverschickung: Arbeitszeitverkürzung auf 30 Stunden bei vollem Lohnausgleich!

Homepage Offensiv Bochum: https://offensivbochum.wordpress.com/

 

 

 

 

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