Jetzt die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - für bundesweite, konzernweite und regionale Aktionen und Streiks!

Bei Daimler, OPEL, VW, Bosch, MAN, Conti,… – die Vorstände der Autokonzerne und Zulieferer vernichten Arbeitsplätze und schließen Werke. Die Belegschaften formieren sich zum Widerstand und gehen auf die Straße. „Unser Management hat versagt, jetzt in der Krise wälzen sie alle Lasten auf uns ab, sie müssen doch ihrer Verantwortung gerecht werden“, solche Stimmen hört man bei den Kampfaktionen. Jedoch Verantwortung haben die Manager nur für das Kapital. Kämpferisch ist die Stimmung: „Wir werden nicht aufgeben, bis zum Schluss mit aller Kraft um unsere Arbeitsplätze kämpfen!“ Standortübergreifende Solidarität wird in vielen Betrieben erfolgreich entwickelt, auch wenn wenig in den Medien berichtet wird: Bei Conti, Bosch , ZF, Mahle usw. – das stärkt die Vereinigung der Arbeiter*innen. Massenproteste sind die richtige Antwort.

Dabei lassen wir uns nicht in verschiedene Konzerne, Standorte, weder Ost noch West, noch international gegeneinander ausspielen.

Deshalb, Organisiertheit stärken: Alle Daimler Standorte gemeinsam gegen die Angriffe des Vorstands – Daimler Berlin Marienfelde, SMART Hambach, Daimler Südafrika und Daimler Untertürkheim – kein Werk steht allein und kein Arbeitsplatz wird kampflos aufgegeben: Schluss mit Standortspaltung - international die Belegschaften zusammenschließen.
Es stellen sich auch neue Fragen: Was ist denn mit der Standort- und Verzichtspolitik der letzten Jahre, ja Jahrzehnte? - Immer hieß es doch: `Verzichten auf Lohn, auf Arbeitszeit, mehr Flexibilität usw., dann werden Arbeitsplätze erhalten.` Ein Kollege von Daimler brachte es auf den Punkt:
„Bei den sogenannten Standortvereinbarungen gibt es immer die Wind und Wetterklausel. Also genau dann, wenn Sicherheit des Arbeitsplatzes am wichtigsten ist, nämlich in der Krise, dann ist die Vereinbarung kündbar. Das ist doch wie wenn jemand im Sommer sein Haus verkauft und sagt, es wäre alles tiptop und dann im Winter, wenn es kalt wird merkt man, das Haus ist weder isoliert noch funktioniert die Heizung – das ist doch Betrug.“

Dieser Betrug fliegt jetzt offen auf und viele Kolleginnen und Kollegen suchen nach einer neuen Orientierung: Da trifft doch unsere Kampagne zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich genau ins Schwarze! Alle arbeiten weniger, so werden Arbeitsplätze erhalten und geschaffen.

Auch der Vorschlag des IGM-Vorsitzenden Jörg Hofmann nach der 4-Tage-Woche mit Teillohnausgleich greift dies auf. Allerdings ist Teillohnausgleich nicht richtig, denn wir zahlen nicht die Zeche für die Krisen, die im Kapitalismus gesetzmäßig sind. Bei vollem Lohnausgleich und von Montag bis Freitag macht Sinn. Im Sommer 2019 waren 50 000 IG-Metaller in Berlin und 10 000 IG-Metaller beim Aktionstag im November in Stuttgart, solche Mobilisierung brauchen wir jetzt, denn es brennt. Warum sollen wir da nicht weitermachen?

Die faschistoide Betriebsratsliste „Zentrum Automobil“ ruft in dieser Situation zum Austritt aus der IG-Metall auf: Das zeigt offen und klar, dass sie die Interessen des Kapitals vertreten, auch wenn sie demagogisch Daimler kritisieren und nur unsere Kampfkraft schwächen wollen.

Die Fronten klären sich: Es gibt keinen Weg gemeinsam mit den Kapitalisten aus der Krise, es gibt für uns Arbeiterinnen und Arbeiter nur den Weg der Arbeiteroffensive gegen die Konzerne.

Deshalb steht die Forderung nach der 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich, die auch im Internationalen Kampfprogramm der internationalen Automobilarbeiterkonferenz im Februar 2020 in Südafrika beschlossen wurde, im Zentrum des internationalen Kampfs um Arbeitsplätze.

Bestellt bei uns die Aufkleber und Buttons, bewegte Zeiten erfordern richtige Forderungen, um die Arbeiter*innen zu vereinen.

Mehr Infos unter: www.automotiveworkers.org

Verbreitet die Aufkleber (10 Cent) und Buttons (50 Cent), zu bestellen unter: info@iawc.info

(Sprechergruppe der deutschen Koordinierungsgruppe der IAC)

 

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