Grußbotschaften an das bundesweite Delegiertentreffen am Sonntag, 18.10.2020

Grußbotschaften aus den Niederlanden, vom Internationalistischen Bündnis, von den Philippinen und Freunden aus dem Iran

aus den Niederlanden:

Grußbotschaft - zum deutschen Delegiertentreffen der Internationalen Automobilkonferenz am 18. Oktober 2020 in Gelsenkirchen
Nach der erfolgreichen 2.Internationalen Automobilkonferenz in Südafrika im Februar 2020 wurde die Wirtschafts- und Finanzkrise durch die Coronapandemie verschärft.
Internationale Autounternehmen versuchen, die Last der Wirtschaftskrise durch Massenentlassungen und Lohnkürzungen auf die Arbeiter abzuwälzen.
Die Automobilarbeiter stehen an der Spitze des internationalen Kampfes der Arbeiterklasse.
Dies zeigte sich beispielsweise in Brasilien, wo ein unbefristeter Streik bei Renault im Juli dazu führte, dass 747 Kollegen nicht entlassen wurden. Und bei Nissan in Barcelona, wo ein fast 100-tägiger Streik die Schließung des Werks bis Ende 2021 verhinderte.
In Deutschland kämpfen Kollegen bei Daimler derzeit gegen angekündigte Massenentlassungen.
Internationale Solidarität ist im Kampf der Kollegen um ihre Interessen in den Autofabriken der einzelnen Länder von großer Bedeutung.
Die Überproduktionskrise führt auch in anderen Sektoren wie der Stahlindustrie zu Massenentlassungen.
Die Stahlarbeiter von Tata Steel in IJmuiden traten im Juni 2020 mit Erfolg in den Streik. Die Entlassung von 1250 Kollegen wurde vorübergehend ausgesetzt. Die Kollegen von Thyssen Krupp in Duisburg drückten ihre Solidarität aus.
Die Arbeiter von VDL / Nedcar müssen sich auf das Ende der BMW Produktion in Born ab 2023 vorbereiten.
Die großen Konzerne wollen die Krisenlast an die Arbeiter weitergeben. Die richtige Antwort darauf ist die Verkürzung der Arbeitszeit auf 30 Stunden pro Woche bei vollem Lohnausgleich, zu fordern.
Internationale Einheit und gemeinsamer Kampf aller Arbeiter - für Arbeitsplätze und gegen die Überwindung von Krisenlasten: Das macht uns stark!
Im Namen von Rode Morgen aus den Niederlanden

 

Vom Internationalistischen Bündnis:

Grußwort des Internationalistischen Bündnisses an das bundesweite
Delegiertentreffen der Internationalen Automobilarbeiterkoordination
Liebe Freundinnen und Freunde,
Eure Delegiertenversammlung am 18. Oktober in Gelsenkirchen kommt genau richtig! Auch auf unserem Treffen des Bündnis-Rates am 4. Oktober in Stuttgart standen die aktuellen Ereignisse im Mittelpunkt der Diskussion: Gemeinsam haben wir uns klar positioniert gegen die unverschämten „Kriegserklärungen“ der Großkonzerne. Sie sind ein Affront gegenüber den Belegschaften von Daimler, Stahl, Airbus, MAN, Conti, Bosch und vielen anderen Betrieben, den Kolleginnen und Kollegen und ihren Familien. Wir meinen: Das fordert uns alle heraus, in die Offensive zu gehen und adäquate Kampfformen zu entwickeln. Wir werden den Kampf der Automobilarbeiter zur Sache des ganzen InterBündnis machen und die Solidarität organisieren, für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich eintreten. Dafür steht die Arbeiterplattform, dafür stehen wir mit 41 Trägerorganisationen in unserem Bündnis fest an eurer Seite.

Schon jetzt entwickelt sich eine breite Auseinandersetzung und werden Kolleginnen und Kollegen aktiv. Was hier passiert, hat eine große Dimension. Die Vernichtung von Arbeitsplätzen ist vor allem ein Angriff auf die Zukunft der Jugend. Rund um die betroffenen Werke gibt es zig weitere Unternehmen und Zulieferer, Auswirkungen auf die Infrastruktur werden nicht ausbleiben, in den Kommunen ist die Gewerbesteuer eine bedeutende Einnahmequelle und droht einzubrechen uvm.
Die Belegschaften sind herausgefordert, ihre Kräfte zu bündeln, zusammen mit
konzern- und branchenweiten Kämpfen nach vorn zu gehen. Mutig, aufrecht, entschlossen! Die Bewegung „Gib Antikommunismus keine Chance!“ ist genau richtig, um uns keine Denkverbote auferlegen zu lassen und selbst zu entscheiden, wer dabei unsere verlässlichen Bündnispartner sind.
Wir senden Euch herzliche solidarische Grüße des Internationalistischen Bündnisses, wir wünschen Euch viel Erfolg, eine fruchtbare Diskussion und gute Beschlüsse!
von der Arbeiterplattform
im Namen der Koordinierungsgruppe des Internationalistischen Bündnisses

von den Philippinen:

Liebe Kolleg*innen,

im Moment möchte ich von den philippinischen Automobilarbeitern unsere herzlichsten Grüße und unsere Unterstützung für das deutsche Delegationstreffen der Gruppen und Unterstützer der Internationalen Automobilarbeiterkoordination (IAWC) und für die Versammlung zur Wahl einer neuen Koordinierungsgruppe für Deutschland übermitteln. Wir freuen uns darauf, auch in den kommenden Jahren mit euch zusammenzuarbeiten, um die internationale Solidarität der Arbeiter*innen unter dem Banner des IAWC weiter zu stärken. Wir grüßen euch und hoffen auf den Erfolg eures Treffens und eurer Wahl!
Mit großer Solidarität!

von Freunden aus dem Iran

S. (Mitglied bei den "Solidarität-Komitees mit der Arbeiter-Bewegung im Iran – Ausland" 17.10.2020

 

Solidaritätsbotschaft an die bundesweite Delegiertenversammlung der Internationalen Automobilarbeiterkoordination in Deutschland am 18. Oktober 2020

 

Liebe Freunde und Genossen, ich grüße euch alle von Herzen und wünsche euch viel Erfolg bei eurer berechtigten und kämpferischen Arbeit!

 

Daimler ist nicht die einzige große Firma, die so brutal die Arbeiter behandelt. Im ganzen kapitalistischen System läuft es so, weil das wichtigste Gesetz für Kapitalisten ist, "mehr und noch mehr Gewinn machen". Der günstigste Weg dafür ist die Arbeiter entlassen, um mehr Geld zu sparen, Löhne zu kürzen oder die Arbeitszeit zu steigern.

 

Gerade sind im Iran allein von Anfang des Jahres fast 300.000 Leiharbeiter und Arbeiter von Zuliefererbetrieben entlassen worden. Bis zum Jahresende kann bis das bis auf 450.000 Personen steigen, Unglaublich! (Ich habe schon einen aktuellen Bericht darüber geschickt).

 

Die Arbeiter in der ganzen Welt haben gemeinsame Wehen und die gleiche Probleme. Dann wir müssen zusammenhalten, uns Solidarisieren und in einer kämpferischen internationalen Arbeitereinheit organisieren.

 

Schluss mit dem Entlassungen!

Viel Erfolg für die Arbeiterkampagne bei Daimler gegen Entlassungen! 

Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker vereinigt euch!

Hoch die Internationale Solidarität! 

 

Mit Solidarischen Grüßen

S. (Mitglied bei den "Solidarität-Komitees mit der Arbeiter-Bewegung im Iran – Ausland"

 

 

 

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