Gewinnsteigerung, Stellenabbau, Mehrarbeit ohne Lohn, Bahn Vorstände mit super Renten

4 Tage - 4 Presseberichte: Leserbrief von Klaus-Jürgen Hampejs Pressesprecher IAC
Gewinnsteigerung, Stellenabbau, Mehrarbeit ohne Lohn, Bahn Vorstände mit super Renten
Diese vier Schlagzeilen innerhalb von vier Tagen in der Tageszeitung.
Da muss man schon mit Verstand heran gehen, um das zu verstehen.
Zuerst der Daimler Vorstand, der die Gewinnprognosen nach oben schraubte. Ja klar, Corona hin oder her, vorausgegangen sind Kurzarbeit, Massenentlassungen von Leiharbeitern überall, Sparprogramm und Stellenabbau. Alles auf Kosten der Beschäftigten. Dann am Samstag die Schlagzeilen, dass Stellenabbau in allen Standorten: Motorenwerke und auch in den Nutzfahrzeugwerken. Ich bin überhaupt nicht der Ansicht des Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Brecht von Daimler, `Sindelfingen kann beruhigt sein`. Warum finden in Sindelfingen Personalabbaugespräche statt? In Sindelfingen und Böblingen sind Bereiche, wie Entwicklung und Materialeinkauf, die sehr wohl mit überholten Technologien der fossilen Verbrennung zu tun haben. Und das soll alles gesichert sein? Zudem ist es unsolidarisch, ein Werk in Frieden zu wiegen und in Untertürkheim brennt die Hütte. Eine Belegschaft, eine starke solidarische IG-Metall, das ist stärker als der Daimler Vorstand. 
Und jetzt obendrauf der designierte Gesamtmetallchef Wolf: `Mehrarbeit ohne Lohn, 35 Stundenwoche weg, ebenso Sonderzahlungen und anders`. 
Zum Schluss: Die Vorstände bzw.  Rentnervorstände der Deutschen Bahn, 46 an der Zahl, monatlich jeder ca. 20 000 Euro Pension. 
 
Ist das nicht Ausdruck eines überholten Gesellschaftssystem, sprich Kapitalismus?
Die Internationale Automobilarbeiter Koordination (IAC) sagt ausdrücklich: Kampf um jeden Arbeitsplatz, für die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich. Auf Kosten der Konzerne. Wir stellen die Frage nach einer Alternative zum Kapitalismus. Nach einer Gesellschaft ohne Zustände wie heute. Darüber lohnt es sich nachzudenken.

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