Praktische Solidarität mit den SMART-Kollegen in Hambach – konzernweit kämpfen und Aufbau der internationalen Automobilarbeiterkoordination ist das Gebot der Stunde!

Für Freitag, 24.Juli 2020 hatten die fünf französischen Gewerkschaften zum Streiktag für den Erhalt des SMART-Werkes in Hambach gegen einen Verkauf aufgerufen. Die Gewerkschaften fürchten, dass mit einem Verkauf hunderte Arbeitsplätze abgebaut werden und die übrigen Arbeitsplätze nach einer kurzen Übergangszeit vernichtet werden. Außerdem war die Kritik allgegenwärtig, dass die Arbeiter viele Zugeständnisse gemacht hatten* und Daimler jetzt sein Versprechen nicht hält, ein vollelektrisches Fahrzeug in Hambach zu bauen.

An der Demonstration mit über 1000 Teilnehmern nahmen zahlreiche Arbeiter von SMART, den Zulieferern, Solidaritäts-Delegationen aus anderen Betrieben, Würdenträger bis hin zu Bürgermeistern und weite Teile der Bevölkerung teil. Das zeigt, dass es hier um eine ganze Region geht.

Dieser Angriff muss in die Angriffe des Daimler Konzerns auf die gesamte Belegschaft eingeordnet werden, mit der Drohung 30.000 Arbeitsplätze abzubauen und weitere Werke zu schließen. Darauf kann es nur eine Antwort der gesamten Konzernbelegschaft geben, um diese Drohung erfolgreich zurück zuschlagen. Dafür ist die internationale Koordination der Automobilarbeiter zur praktischen Solidarität statt Standortdenken das Gebot der Stunde. Unsere Teilnahme mit einer Delegation der Internationalen Automobilarbeiterkoordination an dem Streiktag war in diesem Prozess ein Schritt in die richtige Richtung.

Unser Transparent wurde oft fotografiert und die Kollegen freuten sich sehr über die Solidarität aus Deutschland. Wir hielten einen Redebeitrag bei der Abschlusskundgebung, der viel Applaus erntete.

Nach der Demonstration hatten wir Gelegenheit uns mit französischen Gewerkschaftern auszutauschen. Dabei stieß unser Ziel einer internationalen Koordinierung der Arbeiter auf großes Interesse. Wir bleiben weiter in Kontakt, werden die gegenseitige Solidarität höher entwickeln und wirkliche Koordination der Kämpfe voranbringen.

 

*unter anderem die unbezahlte, `individuell freiwillige` Arbeitszeitverlängerung von 37 auf 39 h Wochenarbeitszeit seit 2015 !

 

 

Saarbrücker Zeitung und Rundfung berichten:

 

https://www.saarbruecker-zeitung.de/saarland/saar-wirtschaft/streik-demonstration-der-beschaeftigten-von-smart-hambach-in-saargemuend_aid-52380989

 

Saarbrücker Rundfunk

 

 

Weitere Bilder (Fotos: IAC-df):

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