Solidarität mit Kolleginnen und Kollegen bei SMART/Daimler in Hambach

Auf die Solidaritätserklärung der IAC Sindelfingen antworten uns Gewerkschafter von FO Moselle und schicken uns ihr Flugblatt:

(Flugblatt zum download PDF)

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir danken euch sehr für die Unterstützung der Smart-Belegschaft, deren Arbeitsplätze und Zukunft durch die Entscheidung von Daimler, den Industriestandort Hambach zu veräußern, bedroht sind.

Die Union départementale FO de la Moselle [Der Bezirksverband Mosel der FO] hat diese Entscheidung der Daimler-Aktionäre angeprangert, die den Standort zum Tode verurteilen kann, und fordert den Erhalt aller Arbeitsplätze.

FO-Moselle erinnert daran, dass Smart ein Versuchslabor für die liberale Politik der aufeinander folgenden Regierungen war, die Daimler sich zunutze gemacht hat. Diese Politik hatte die Beschäftigten durch abscheuliche Erpressung mit den Arbeitsplätzen gezwungen, sich damit einverstanden zu erklären, mehr zu arbeiten und weniger zu verdienen. Die heutige Entscheidung von Daimler beweist erneut, dass die von den Mitarbeitern geforderten Opfer zwecklos sind und dass die Politik der Bosse, die Arbeitskosten zu senken, nur dazu dient, Gewinne und Dividenden der Aktionäre zu steigern. Diese Politik muss bekämpft werden.

Abgesehen davon haben Smart und Daimler jahrzehntelang öffentliche Beihilfen vom französischen Staat erhalten: Das Unternehmen muss also zur Rechenschaft gezogen werden und echte Garantien für den Erhalt der Arbeitsplätze geben.

Aber es geht auch um die Verantwortung der Regierung. Für FO-Moselle müssen Präsident Macron und Premierminister Castex ihre Verantwortung übernehmen und mit allen Mitteln die Erhaltung des Standortes und aller Arbeitsplätze durchsetzen.

Wir teilen mit euch die Vorstellung, dass die Wirtschaftskrise von 2008 eine Krise des kapitalistischen Systems war und dass es vor allem die Arbeiter und Angestellten sind, die unter den Folgen leiden. Der Gewerkschaftsverband FO prangert diese Situation seit Jahren immer wieder an und fordert das Ende der Sparpolitik und aller Pläne für den Sozialabbau.

Die Gewerkschaften und die Belegschaft von Smart bereiten sich auf eine Mobilisierung vor, und für den 24. Juli ist eine Demonstration geplant. Aber Daimlers Politik der Standortschließungen und der Arbeitsplatzvernichtung ist in der Tat global; und es besteht ohne Zweifel die Notwendigkeit, den Kampf auszuweiten, überall wo es notwendig ist.

Wir geben eure Unterstützungsbotschaft und euren Aufruf an alle FO-Gewerkschaften im Departement Moselle weiter und werden sie in den sozialen Netzwerken veröffentlichen. 

Natürlich stehen wir euch für alles weitere zur Verfügung und bleiben in Kontakt.

Beste gewerkschaftliche Grüße,

Alexandre Tott,
Generalsekretär,
Bezirksverband FO Moselle


(Übersetzung 19.7.20, ersetzt die deepl Version)

 

Artikelaktionen