Nein zur Werksschließung von Nissan in Barcelona in Spanien! Kampf um jeden Arbeitsplatz! Für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!

Liebe Kolleginnen und Kollegen, Ihr habt unsere volle Solidarität in eurem Kampf gegen die am 28. Mai angekündigte Schließung eures Werks in Barcelona. Euer unbefristeter Streik ist genau die richtige Antwort! Ihr steht nicht allein! Von der Vernichtung eurer 2.800 Arbeitsplätze sind weitere 20.000 in der Region betroffen. Nissan nimmt 25.000 Familien mit einem Handstreich ihre Existenzgrundlage.

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Am 29. Mai haben auch Renault und der Autozulieferer ZF die Vernichtung von jeweils 15.000 Arbeitsplätzen bekannt gegeben, weitere internationale Auto- und Zuliefererkonzerne werden folgen bzw. setzen schon ähnliche Pläne um.

Nach einem gemeinsamen Aufruf der Gewerkschaften traten auch die Beschäftigten bei Renault in Choisy-le-Roi bei Paris am 2. Juni in den Streik gegen die angekündigte Werkschließung mit 263 Arbeitsplätzen. Renault verspricht sogenannte „sozialverantwortliche“ Maßnahmen, freiwillige Aufhebungsverträge, interne Mobilität, um Kämpfe zu verhindern. Es gibt aber keinen sozialverantwortlichen Arbeitsplatzabbau.

Jeder vernichtete Arbeitsplatz fehlt der Jugend schmerzlich!

Die Konzerne begründen die Entlassungen jetzt mit der Corona-Pandemie. Tatsächlich sind es vor allem Auswirkungen der Wirtschaftskrise in Verbindung mit der Strukturkrise auf der Grundlage des Übergangs zur Elektromobilität und Digitalisierung. Diese bisher tiefste Weltwirtschafts- und Finanzkrise seit 1929 wird jetzt durch die Corona-Gesundheitskrise noch beschleunigt. Der Kampf gegen die massenhafte Arbeitsplatzvernichtung steht weltweit auf der Tagesordnung. Wir dürfen uns nicht gegeneinander ausspielen lassen, sondern das ist unser gemeinsamer Kampf! Es geht an allen Standorten und international um unsere Zukunft! Die Koordination dieser Kämpfe ist das Ziel der Internationalen Automobilarbeiterkoordination. Auf der erfolgreichen 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz, die vor kurzem im Februar in Südafrika stattgefunden hat, haben die 43 Delegierten aus 19 Ländern einstimmig ein Internationales Kampfprogramm beschlossen, das den verschiedenen Kämpfen eine gemeinsame Stoßrichtung geben kann. Ihr könnt es euch von der Homepage www.automotiveworkers.org runterladen. Wir fordern mit euch:

Kampf um jeden Arbeitsplatz! Für die 30-Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich!

Entschiedener Kampf gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf die Belegschaften und die Massen!

Nissan- und Renault-Kollegen gemeinsam! Für die internationale Arbeiter- und Gewerkschaftseinheit!

Hoch die Internationale Solidarität!

 

Wir wünschen euch für euren Streik weiter viel Erfolg!

Wir fordern die Automobilarbeiter weltweit auf, den Kampf der Nissan-Kollegen zu unterstützen:

 

Solidaritätsadressen an die streikenden Nissan-Kollegen: Javair Adalid (von der Gewerkschaft CCOO bei Nissan) javieradalid@hotmail.com, Kopie an info@iawc.info

Spendenkonto der Streikenden in Spanien: Empfänger: "Caja de Resistencia de Nissan" Kontonummer: ES21 0049 1944 2623 1003 0440 Verwendungszweck: "Donaciones para los huelguistas" oder Überweisung zur Weiterleitung über die Kontonummer der deutschen Koordinierungsgruppe Dieter Reimold IBAN: DE38 3601 0043 0950 6064 36 Stichwort: Spende „Nissan-Barcelona“

 

Mit solidarischen Grüßen

 

Ed Cubelo (Philippinen), Dieter Schweizer (Deutschland)

Koordinatoren der ICOG

 

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