INFO Brief Nr.1 des VW Konzernforum der IAC

Liebe internationalen Freunde des IAC, leider haben wir es nicht geschafft, den 1. Info Brief für VW, wie auf der Konferenz beschlossen, pünktlich und rechtzeitig vor dem 1. Mai heraus zu geben. Unseren 1. Brief senden wir euch mit. Verbreitet ihn für die Werbung neuer Mitstreiter!

(INFO Brief Nr.1 VW Konzernforum des IAC)

 

Wir haben uns sehr darum bemüht und euch alle immer wieder angeschrieben.

Wir vermuten, dass wir die „Corona-Situation“ unterschätzten. Sie bedeutete weltweit für viele Kollegen, das nicht gearbeitet wurde, oder es sogar strenge Ausgangsbeschränkungen gab. Wir wir hörten, ist es z.B. in Südafrika sehr schwierig, ohne das Haus verlassen zu können an einen Internetanschluss zu kommen, den auch nur wenige haben. Sowohl aus Indien, wie aus Spanien waren Berichte zugesagt. Aus Deutschland teilte uns ein Kollege aus Heilbronn mit, das sie wenig über die Situation bei Audi wissen, da ja nicht gearbeitet wurde. Allerdings wäre es auch gut gewesen zu berichten, wie denn die Familien und Kollegen zu denen man Kontakt hat, mit dieser Situation umgehen, wie sie den 1. Mai vorbereiteten usw.

 

Der 1. Mai wurde in Deutschland in vielen Städten in kleinen Gruppen mit Kundgebungen und Demonstrationen begangen, obwohl die Gewerkschaft hier den 1. Mai „abgesagt“ hat.

VW in Wolfsburg, Deutschland beginnt wieder zu produzieren. Es wird nur ca. 15% produziert und es gibt viele Gesundheitsregeln. Aber Masken ersetzen nicht den Abstand! Die Kollegen gehen diszipliniert damit um, manche unterschätzen auch die Gefahr. Dafür gibt es Maßnahmen die abzulehnen sind, wenn sich z.B. die Vertrauensleute der Gewerkschaft nicht treffen sollen, um die Situation zu beraten.

Viele Einschränkungen der demokratischen Rechte werden zum Teile brutal durchgesetzt, wie in Südafrika, aber darüber hinaus auch noch bürokratisch angewandt. Sehr viele kleine Betriebe und Geschäfte und Kleinhändler stehen am Rande ihrer Existenz. Im Auftrag der Konzerne drängen die Politiker als „Krisenmanager“ auf eine schnelle „Öffnung“ der Beschränkungen. Die Gefahr einer „2. Welle“ der Corona Pandemie ist real. Es findet eine Meinungsmanipulation statt, die zwischen Verharmlosung und Panik schwankt.

Die großen internationalen Monopole verlangen Milliarden Steuergelder vom Staat staatliche Zuschüsse für einen Autokauf, während gleichzeitig ebenso viele Milliarden an Dividende für die Großaktionäre ausgeschüttet werden. Das stößt auf breite Ablehnung. Die Corona Pandemie hat die weltweite Wirtschaftskrise verstärkt aber nicht ausgelöst. Diese wirkt in enger Verbindung zu weiteren Strukturkrisen und verstärkt die internationale Konkurrenz.

VW zwingt seine Zulieferer unter anderem in Spanien und Italien schnell wieder zu produzieren, damit wieder viele Autos produziert werden können.

Ihre „Sorge“ um die Arbeitsplätze ist geheuchelt. Die Situation des Umbaus der Produktion wird genutzt Arbeitsplätze weiter abzubauen. Zeitarbeitsverträge werden nicht verlängert und weiter Produktionsteile ausgelagert und Kollegen entlassen. In einer weiteren Mitteilung werde wir euch eine dringende Bitte um Unterstützung der Sitech-Kollegen aus Hannover, Deutschland zukommen lassen.

Wir müssen uns darauf einstellen, das wir harte Kämpfe sowohl um unsere Gesundheit, als auch um unsere Arbeitsplätze und gegen die drohende Umweltkatastrophe führen müssen.

 

Die internationale Solidarität, die Kenntnis über die Vorgänge in jeweils anderen Ländern und über die Kämpfe der verschiedenen Belegschaften sind für alle sehr wertvoll. Aus diesen Erfahrungen können wir an Hand des neu erschienenen Kampfprogramm der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz vom Februar 2020 lernen unsere Kämpfe zu koordinieren und uns gegenseitig zu helfen.

 

Wir möchten euch bitten, sobald ihr die Möglichkeit habt uns eine kurze Mitteilung zu machen, ob und wie ihr die weitere Zusammenarbeit unterstützen könnt.

Achtet auf eure Gesundheit!

Mit solidarischen Grüßen im Namen der VW Sprecher

Peter,

Internationaler Sprecher IAC-VW Mai 2020

 

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