Auch in Deutschland: kämpferische Aktionen zum 1. Mai

Organisationen und Unterstützer der Internationalen Automobilarbeiterbewegung waren weltweit aktiv für einen kämpferischen 1. Mai, für Gesundheitsschutz und gegen das Abwälzen der Krisenlasten auf die Arbeiter und Massen. Auch in Deutschland gab es an mindestens 100 Orten Kundgebungen, Demonstrationen und andere Aktionen auf der Straße, organisiert von der kämpferischen Opposition gegen das reaktionäre Krisenmanagement von Konzernen und Regierungen mit der Arbeiterklasse an der Spitze.

Oft gab es breite Aktionseinheiten mit unterschiedlichen Kräften ohne jegliche antikommunistische Ausgrenzung. Es ging darum, gemeinsam auf die Straße zu gehen, auch wenn es in vielen Fragen noch unterschiedliche Meinungen gibt. Das war auch ein Ergebnis einer Massenauseinandersetzung, sich nicht unterzuordnen unter die versuchte Absage der Mai-Kundgebungen durch die Spitze des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Aus allen wesentlichen Großbetrieben nahmen kämpferische Kräfte teil, von Daimler, VW, Ford, Opel und Zulieferern, aber auch Bergleuten, Kollegen von Airbus, Auszubildende, sowie Vertretern der Umweltgewerkschaft, und Jugendliche von FFF und "refugees welcome", von der kämpferischen Frauenbewegung und dem Frauenverband „Courage“.

Die Bandbreite des Zusammenschlusses auf Augenhöhe und mit solidarischer Streitkultur ist das zukunftsträchtige Signal für kommende gemeinsame Klassenauseinandersetzungen. Zu allen gesellschaftlichen Fragen der Massen wurden Forderungen erhoben. Gegen die massenhafte Vernichtung von Arbeitsplätzen wurde die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich gefordert. Im Fokus der Kritik stand das bürgerliche Krisenmanagement. Teilnehmer forderten ein allseitiges und vollständiges gesetzliches Streikrecht. Es gab Forderungen nach Umweltschutz, genauso wie nach Unterstützung für die Familien und Kinder, die von der Pandemie stark betroffen sind, und nach Auflösung der Lager, in denen Flüchtlinge eng zusammengepfercht werden.Über gesellschaftliche sozialistische Alternativen wurde solidarisch diskutiert.

Einige Kundgebungen mussten politisch erkämpft werden auch mit zahlreichen Gerichtsverfahren. Sie wurden corona-gerecht und unter Beachtung des Gesundheitsschutzes durchgeführt. Das war ein Erfolg im Kampf um demokratische Rechte und Freiheiten.

 

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