Protesterklärung gegen die politisch motivierte Entlassung des Kollegen Omar bei VW Mexiko

auf der Spendengala beschlossen

Wir, 75 Teilnehmer der Spendengala zur Finanzierung der 2. Internationalen Automobilarbeiterkonferenz 2020 in Johannesburg/ Südafrika, protestieren gegen die politische Entlassung des Kollegen Omar im Dezember im VW-Werk Puebla/Mexiko.

 

VW wirft Omar vor, er sei verantwortlich für Bandstillstände und Auseinandersetzungen mit Managern wegen Nichteinhaltung der Tarifverträge durch VW Mexiko. Aber was ist daran verkehrt, wenn wir Arbeiter für unsere Interessen und die Einhaltung von Tarifverträgen einsetzen?

 

Im Gegenteil: es ist VW, die mit dem Dieselbetrug selbst, mit Angriffen auf die Belegschaften und verstärkten Unterlaufen von Tarifverträge zugunsten der Maximalgewinne und nicht zuletzt der Erpressung von Omars Abfindung gegen bürgerliches Recht verstößt. So wurde Omar ins Personalbüro bestellt und zur Unterschrift eines Aufhebungsvertrag genötigt mit der Drohung, wenn er nicht das „gute“ Angebot annehme, werde er ein „schlechtes“ erhalten „mit allem was das hier in Mexiko mit sich bringt“.

 

Wir kennen Omar aus unserer mittlerweile 12 jahrelangen Automobilarbeiter-Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg. Omar steht für die internationale Arbeitereinheit der VW-Belegschaften und wir freuen uns, ihn auf der 2. Automobilarbeiterkonferenz wiederzusehen.

 

Das VW und Co zu solch ungeheuren Methoden greifen zeigt, wie sehr die Konzernbosse sich vor uns kämpferischen Belegschaften fürchten, die ihnen einen Strich durch ihre Rechnungen machen können und werden.

 

Wir schicken Dir, Omar, solidarische und kämpferische Grüße aus Deutschland und werden diesen Vorgang bekannt machen.

 

 

Hannover, 25. Januar 2020

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