Internationale Brigade – es geht voran

Es ist alles etwas anders als viele von uns erwartet hatten.

Begeisternd ist die Herzlichkeit und Offenheit die wir bei Treffen hier mit Kolleginnen und Kollegen erleben, oder auch beim Besuch des Jugendtreffs des nahegelegenen Township Seboheng (Township werden die Wohnorte genannt, in denen die schwarze Bevölkerung unter meist ärmlichsten Verhältnissen leben).

Wir wurden im Jugendtreff herzlich begrüßt und wie selbstverständlich standen wir schnell mit den Jugendlichen am Tischfußballspiel oder Billard. Wir stellten die IAC vor, was begeistert aufgenommen wurde und jetzt organisieren die Afrikaner dort fürs Wochenende ein Fußball Turnier zur Unterstützung der IAC. In die Mannschaften werden auch von unserer Brigade Spieler integriert.

Auf einem Treffen von Jobstewards der NUMSA in Vereeniging erfuhren wir von massiven Angriffen gegen die Belegschaften der hier tätigen Konzerne. Kollegen von z.B. ArcelorMittal, DHL, ESCOM (nationales Energiemonopol) berichteten über geplante Massenentlassungen – Folge der aktuellen Weltwirtschaftskriese. Auch auf diesem Treffen wurde die IAC begeistert aufgenommen und mit Spenden unterstützt.

Leider sind unsere Möglichkeiten der Werbung eingeschränkt. Der Transport zu und von Treffen, Werbeeinsätze ist wesentlich aufwendiger als erwartet. Dann sind wir in unserer Mobilität auf Grund der hohen Kriminalität im Großraum Johannesburg sehr eingeschränkt. So können wir z.B. das Gelände des Ressorts nur in Gruppen und niemals zu Fuß verlassen und müssen spätestens um 19 Uhr wieder auf dem Gelände sein.

Auch explodierten die Kosten der Konferenzvorbereitung gegenüber unserer Planung durch die immensen Auflagen des Staates für internationale Events und hohen Kosten für die Technik. Es ist ein harter Kampf die Finanzen im Griff zu behalten.

Sehr gut ist dass von Anfang an Wert auf Hygiene gelegt wurde. Die genauen und umfassenden Regeln und ihre strikte Einhaltung haben uns alle bisher gesund erhalten.

Es war nicht jedem klar dass wir uns auf einem riesigen Hochplateau in 1700 m befinden und so unterschätzten manche die Kraft der Sonne. Auch erstaunte es einige wie kühl es an regnerischen Tagen werden kann, die sich wiederum mit sehr warmen und teilweise schwülen Tagen abwechseln.

Alles in allem kann aber nichts der super Stimmung in der Brigade etwas anhaben.

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