Direkt aus Südafrika!

"Wir können keine Fabrik in Süd-Afrika haben, die nicht weiß, dass die Welt zu uns kommt." Das ist der Geist, unter dem Aktivisten in Süd-Afrika eine „generalstabsmäßige“ Werbearbeit für die 2. IAC geplant haben. Die erste Brigadistin in Süd-Afrika berichtet darüber:

Ein Kollege erklärte, dass ein genauer Aktions- und Zeitplan bis zur Konferenz nötig sei. Zuerst für Eastern Cape, dann darauf aufbauend für das ganze Land. Er bezog sich dabei ausdrücklich auf das Opelbuch, das er am Vortag gekauft hatte. Und es kämen ja Leute aus Bochum! Damit etwas passiert, meinte er, müsse man zuerst mit den Kollegen an der Basis reden. Er stand auf, ging zur Tafel und entwickelte in der Diskussion mit den anderen folgenden Plan:

 

Es gibt bei uns 4 Konzerne: Daimler, VW, Isuzu, Ford. Wir wissen, wie viele Schichten es dort jeweils gibt. Zuerst brauchen wir Namen von Leuten, denen wir vertrauen können, jetzt und auch nach Februar 2020. Das ist das allerwichtigste und dringendste. Das kann jeder sein, einfache Arbeiter, Aktivisten oder Vertrauensleute. Vertrauensleute sind gut wegen ihrer Ressourcen. Pro Schicht brauchen wir 2 Leute, die wiederum 2 pro Schicht in den verschiedenen Abteilungen bestimmen. Das muss bis Ende nächster Woche fertig sein. Außerdem suchen sie sich beim zugehörigen Zulieferer 2 Leute auf derselben Schicht, die genauso verfahren. Das muss bis Ende übernächste Woche fertig sein. Wenn einer ausfällt, schnell Ersatz finden. So ist gewährleistet, dass die Informationen in den Betrieb kommen und Delegierte bestimmt werden können. Im Oktober werden wir die Kollegen mit Flyern erinnern. Das Enddatum für die Organisierung in den Fabriken ist Mitte November, von jetzt also 2 Monate. Mitte Oktober müssen wir wissen, wie viele Leute von uns zur Konferenz kommen und dem MAS berichten.

Das nächste sind die Teams. Dafür haben wir 3 Monate Zeit bis Mitte Dezember. Danach kann man nichts mehr reissen, wegen der Ferien in alle Betrieben („shutdown“ bis Mitte Januar). Wir müssen z.B. bis Mitte Dezember wissen, wieviele Sprachen auf der Konferenz gesprochen werden. Wir suchen Übersetzer an den Unis. Die müssen sich ins Thema einarbeiten. Sie sollen Taschen machen mit den Dokumenten in jeder Sprache. Wir müssen eine Checkliste für die Teams erarbeiten.Der Zeitplan muss eisern eingehalten werden!

Wir können uns also auf ein breite Teilnahme von Automobilarbeitern aus Süd-Afrika bauen und von der Werbearbeit aus Süd-Afrika lernen.