"Briefwechsel mit Stuttgarter Fridays-for-future"

Der Pressesprecher der Sindelfinger Automobilarbeiterkoordinierung schrieb: "Liebe junge Menschen, FFF Stuttgart.  Mein Name ist Klaus- Jürgen Hampejs geb.1952 in Stuttgart Heslach, 44 Berufsjahre bei Daimler. Aktiver IGM-ler und in der Internationalen Automobilarbeiter Koordinierung aktiv.  Ich wende mich an Euch, damit ihr wisst: Automobiler sind für Arbeitsplätze und Umweltschutz und gegen ein kapitalistisches Wirtschaftssystem, welches Arbeitsplätze vernichtet und des Profits Willen und unseren Planeten auch zerstört.

Das ist unsere Meinung, in einem aktuellen Pressetext.

Es würde uns sehr freuen, wenn Ihr junge Menschen, die Hand von uns annehmen würdet, und wir gemeinsam kämpfen. Nur gemeinsam sind wir stark gegen die drohende Umweltkatastrophe.

 

Und die Antwort:

 

Lieber Klaus-Juergen,

vielen, lieben Dank für deine Mail! Wir freuen uns sehr darüber, dass Gewerkschaftler auch der Automobilbetriebe am 20.9. dabei sind - wir sollten wirklich noch mehr zeigen, dass wir nicht gegeneinander sind sondern ganz im Gegenteil auf dem selben Weg mit dem selben Ziel. Wir freuen uns also riesig auf euch und auf den 20.9.!

Liebe Grüße

Yvonne

 

Daraufhin hat Klaus-Jürgen zurückgeschrieben:

 

Liebe Yvonne,

vielen Dank für Deine Rückmeldung. Wir sind dabei !

Wir sind Automobiler / kämpferische Kolleginnen und Kollegen und haben Sachverstand mit jahrzehntelange Berufserfahrung. Wir müssen arbeiten für unseren Lebensunterhalt für unsere Familien.

Im Kapitalismus bestimmen die Konzernchefs rund um den Globus, was wir arbeiten und welche Autos wir bauen müssen. Wir könnten auch anders ! Sinnvolle Produkte, emissionsfreie Fahrzeuge u.a.

Natürlich sind die Meinungen in den Belegschaften / Gewerkschaften nicht easy, viel Überzeugungsarbeiten müssen wir an den Tag legen. Bei Daimler gibt es Nazis der Betriebsratsgruppe ZENTRUM, diese sind AfD- und Pegida-Truppen. In der IGM gibt es auch viele unterschiedliche Meinungen. Dies ist ein demokratischer Überzeugungsprozess.  

Deswegen ist unsere Losung, und wir sind weltweit ausser hier in unserer IGM, in der Internationale Automobilarbeiterkoordination (IAC), zusammen geschlossen.

Automobilarbeiter der Welt, nehmen wir die Zukunft in unsere eigenen Hände!

https://automotiveworkers.org/de

Der Kapitalismus und seine Politiker, sind die Grundursache für Ausbeutung von Mensch und Natur. Wir wollen eine andere Welt ! Wir Automobiler haben durch unsere tagtägliche Arbeit, eine feste Solidarität im Betrieb. Menschen vieler Nationen - wir haben viele Streiks und Arbeitskämpfe geführt.

Wenn wir, die Jugend solidarisch zusammenhalten, können wir vieles erreichen.

Zu den Grundsätzen der IAC gehören: Wir arbeiten mit allen zusammen, außer: Faschistische, rassistische, sexistische, fanatisch-religiöse und homophobe Bestrebungen sind ausgeschlossen.

Wir würden uns freuen, wenn wir am 20. September auf der Kundgebung einige Worte sagen dürften !

Liebe Grüße Klaus-Jürgen

 

Ein Beispiel zum Nachahmen

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