Solidarität mit den Kämpfen bei ungarischen Automobil- und Zulieferer-Konzerne!

In Ungarn nehmen Kämpfe bei Automobilzulieferern zu, ermutigt vom erfolgreichen einwöchigen Streik der kompletten Audi-Belegschaft in Györ Ende Januar. Sie hatten ihre Forderungen zu 100 Prozent durchgesetzt und breite internationale Solidarität erfahren.

 

Am Dienstag, 12.3., setzte die Belegschaft des Reifenherstellers Hancook in Dunaijváros mit 3.100 Beschäftigten mit einem Streik eine Gehaltserhöhung von 13,6 Prozent durch. Ihre Forderung war 18 Prozent. Sie hatten dafür schon am 5.3. einen zweistündigen Warnstreik durchgeführt. Die Geschäftsleitung hatte mit Entlassungen und Rauswurf aus betriebseigenen Wohnunterkünften gedroht. Davon ließ sich die Belegschaft nicht einschüchtern. 80 Prozent unterstützten den Streik. Es gab massenhaft Gewerkschaftsbeitritte. Die erkämpften 13,6 Prozent gelten allerdings nicht für alle Kollegen gleich. Langjährig Beschäftigte sollen nur 10 Prozent bekommen, Neueingestellte 20 Prozent.

Auch bei den Autozulieferern Westcast in Oroszlany und Conti in Veszprém werden Lohnforderungen von 18, bzw. 12 Prozent aufgestellt und mit Streiks gedroht.