Internationale Automobilarbeiter- koordination auf der IG-Metall Kundgebung am 29.6. in Berlin

Auf der Jugenddemo der IG-Metall und am Brandenburger Tor auf der Kundgebung gut sichtbar: Die Internationale Automobilarbeiterkoordination mit der Kampagne zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

Bitte schickt weitere Erfahrungsberichte, Diskussionen und Bilder an: info@iawc.info

(Korrespondenz aus Sindelfingen, 1.7.19):

 Trotz Hitze und langer Anreise im Zug (Rückreise 11 Stunden!), waren wir Daimler Automobiler in Berlin. Und es hat sich gelohnt, und es kann nur der Anfang sein. Auch mit Bussen kamen Kolleginnen und Kollegen von Untertürkheim und Bosch und und.... Wir erlebten, wir sind keine Gegner oder Konkurrenten, wir sind Kolleginnen und Kollegen die kämpferisch, solidarisch für unsere Zukunft, die der Jugend und für diesen einen Planeten eintreten. Gegner ist das Kapital und zahlreiche Regierungen und vor allem die faschistischen Parteien und Gruppierungen.
 Mächtig stolz und mit diesem Gefühl fuhren wir nach Hause: Wir, organisiert in der IGM sind eine Kraft, die stark, mächtig und bereit ist zu kämpfen. Und vor allem die Jugend ist so toll. Die Kolleginnen und Kollegen der IAC (Internationalen Automobilarbeiterkonferenz) fanden überall Zuspruch, als wir unsere Flyer für den 2. Kongreß im Februar 2020 in Südafrika, verteilten.
 Es war ein tolles Erlebnis, mit Kollegen von VW / BMW / Porsche / Bosch..... gemeinsam zu demonstrieren. Viel Diskussionsbedarf besteht über die vom IGM Vorstand propagierte Politik der Transformation. Ist dies der richtige Kurs? Mit den Konzernbossen und der herrschenden Politik, die tagtäglich, gegen uns Politik machen? Den Planeten für Profit ruinieren, Massenentlassungen durchziehen und selber Millionen einsacken. Sind diese Konzernchefs die richtigen Partner, um gemeinsam den Kapitalismus zu zähmen, den Planeten zu retten?
  Die IAC wirbt für den Kurs: Die Zeche zahlen nicht wir! Automobilarbeiter nehmen die Zukunft selber in die Hand ! Die 30 Stundenwoche bei vollem Lohnausgleich in Ost und West. Das ist die Antwort auf die Folgen der radikalen Änderungen in der Branche.
 Auffällig und positiv war die große Zustimmung, dass Arbeit und Umwelt kein Widerspruch sind. Wohl meint die IAC: Umwelt und Arbeit sind im grundlegenden Widerspruch zum Kapitalismus!
  Mit diesen Eindrücken gehen wir wieder zu Arbeit, gestärkt und voller Optimismus. Berlin 29.6.2019 kann nur der Anfang sein.

(Kurzmeldung aus Sindelfingen 30.6.19):

Über 1500 Flugblätter zur Information und Werbung für die 2.Internationale Automobilarbeiterkonferenz wechselten die Besitzer und wie warme Semmeln verteilten sich die Autkleber zur 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich.

Korrespondenz 30.6.19:

Großes Interesse und Spendenbereitschaft für die Internationale Automobilarbeiterkonferenz!

 

Auf der Groß-Kundgebung der IG Metall am 29.6. verteilten wir zu zweit aus Recklinghausen 300 IAC-Flyer, 200 Aufkleber und 38 Buttons für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich. Das große Interesse und die Bereitschaft, selbst dafür Verantwortung zu übernehmen, drückte sich im hohen Spendenergebnis aus: für die Buttons/Aufkleber und für den Aufbau der IAC bekamen wir sage und schreibe 128,32 Euro. 13 Kollegen wollen weiter informiert werden. Überzeugend war vor allem, dass die Forderung nur auf Kosten der Profite durchgesetzt werden kann. Gegenargumente waren fast nur, dass erst die 35-Stunden-Woche durchgesetzt werden müsste. Das ist ja aber kein Gegensatz. Der Kampf für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich unterstützt diesen gemeinsamen Kampf und muss bewusst als Einheit von Ost und West geführt werden, gerade auch in der aktuellen Auseinandersetzung um die Angleichung der Arbeitszeit im Osten an die 35-Stunden-Woche.

 

Bilder aus Berlin 29.6.:                                       

 

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